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            <title>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Sankt Augustin</title>
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            <description>RSS-Newsfeed mit Neuigkeiten, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Sankt Augustin</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Sankt Augustin</copyright>
            
            <pubDate>Wed, 01 Jul 2026 19:45:59 +0200</pubDate>
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                        <pubDate>Wed, 17 Jun 2026 14:51:20 +0200</pubDate>
                        <title>Hände weg von Umweltspuren und Radwegen!</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/haende-weg-von-umweltspuren-und-radwegen-1</link>
                        <description>Radverkehr in Bonn fördern, nicht behindern -  Unterschreibt und teilt unsere Online-Petition über den Link weiter unten auf dieser Seite - bereits insgesamt mehr als 9.700 Unterschriften</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der Bonner Stadtrat hat angesichts des Verkehrschaos nach Sperrung der Nordbrücke am 11. Juni 2026 mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP, BBB und AFD beschlossen, die Radspuren auf der Oxfordstraße und der Adenauerallee zu entfernen und den Autoverkehr dort wieder vierspurig zu führen. Wo kein Schutzstreifen möglich ist, soll der Radverkehr schlicht verboten werden (Quelle: <a href="https://www.bonn.sitzung-online.de/public/to020?TOLFDNR=2092728" target="_blank" title="https://www.bonn.sitzung-online.de/public/to020?tolfdnr=2092728" rel="noreferrer">Ratsbeschluss</a>).</p>
<p><strong>Wir fordern: Die Radspuren auf Oxfordstraße und Adenauerallee müssen erhalten bleiben, der Wechsel aufs Rad unterstützt und gefördert werden.</strong></p>
<p><strong>Unterschreibt und teilt unsere Online-Petition</strong> über diesen <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/haende-weg-von-umweltspuren-und-radwegen-radverkehr-in-bonn-foerdern-nicht-behindern?fbclid=PAdGRleASc4e9leHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZA8xMjQwMjQ1NzQyODc0MTQAAac7Xm9m9IA60RMJ3kNlYnOkkpTYkJTMbaa2C7P14uaG4PFtcJldAn0ThqyTZA_aem_CUal5AlKMl--mf9CUYa4hA" target="_blank" rel="noreferrer"><strong>Link</strong></a>!</p>
<p>Das Quorum für Bonn ist zwar inzwischen schon erreicht. Für eine möglichst große Öffentlichkeitswirksamkeit sammeln wir dennoch weiter.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Tue, 09 Jun 2026 12:35:58 +0200</pubDate>
                        <title>Nordbrücke: Das Fahrrad ist Teil der Lösung, nicht Hindernis</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/nordbruecke-das-fahrrad-ist-teil-der-loesung-nicht-hindernis-3</link>
                        <description>ADFC, VCD, Radentscheid: Statt Radverkehr zu schwächen, muss Bonn sein Entlastungspotenzial nutzen – Zahl der Radfahrer auf Kennedybrücke verdoppelt!</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im Maßnahmenpaket der Stadt Bonn zur Bewältigung der Verkehrsprobleme nach Sperrung der Nordbrücke fehlen Maßnahmen zur schnellen Förderung des Radverkehrs. Der ADFC begrüßt mit dem Bonner VCD und dem Bonner Radentscheid ausdrücklich die ÖPNV-Vorschläge im Konzept wie den Ausbau des Park-and-Ride-Verkehrs und die störungsfreie Führung wichtiger Bahn- und Buslinien, was auch zu Umwegen für den Radverkehr führt. „Es fehlen aber jegliche Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs, der einen Teil der Verkehrslast aus den Vororten nach Bonn übernehmen kann“, kritisiert ADFC-Vorsitzender Peter Lorscheid. „Verbesserungen, die den Umstieg aufs Rad erleichtern könnten, scheinen nicht geplant zu sein. Stattdessen sollen bewährte Radspuren aufgegeben werden, um Platz fürs Auto zu schaffen. Das ist kein Krisenmanagement, das ist ein verkehrspolitischer Rückschritt ohne Plan“, so Lorscheid. „So löst die Stadt Bonn nicht das Problem der 100.000 Autos, opfert aber die Radinfrastruktur, die wir bereits haben und erstickt das erhebliche Entlastungspotenzial, das der Radverkehr in dieser Krisensituation bietet, im Keim.“</p>
<p>Einzelne Radspuren umzuwandeln, bringt dem Autoverkehr erwartbar wenig, wenn an entscheidenden Stellen wie der Kennedybrücke ohnehin nur Einspurigkeit möglich ist. Wer in Bonn den Verkehr wieder zum Fließen bringen will, muss Menschen aufs Rad und natürlich in Busse und Bahnen bringen, statt genau dies zu erschweren, so ADFC, VCD und Radentscheid. Wie stark schon jetzt der Radverkehr ansteigt, zeigt die Zählstelle auf der Nordseite der Kennedybrücke: Dort hat sich die Zahl der Radfahrer von 4810 am Montag, 1. Juni, auf 8181 am Montag, 8. Juni, fast verdoppelt. Die Zahlen für den Radweg auf der Südseite, der deutlich höhere Nutzerzahlen hat, liegen aktuell nicht vor, da die Zählstelle seit wenigen Tagen defekt ist.</p>
<h2><span><strong>&nbsp;</strong></span></h2>
<h2><span><strong>Position zu den vorgeschlagenen Maßnahmen:</strong></span></h2>
<p><strong>Umleitung des Radverkehrs am Combahnfriedhof</strong></p>
<p>Diese Maßnahme begrüßen wir, da in Aussicht steht, dass die Linie 66 dadurch staufrei durchkommt und ihren Takt so leichter einhalten kann. Umwege für den Radverkehr sind dabei ein Preis, den der ADFC gerne in Kauf nimmt, da die Vorteile klar überwiegen.</p>
<p>Die Alternativrouten für den Radverkehr müssen unbedingt zusätzlich beschildert und markiert werden, darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass die Kreuzungsbereiche des Bröltalradweges mit Rheindorfer und Von-Sandt-Straße freigehalten werden und nicht ebenfalls den Staus zum Opfer fallen. Der Bröltalradweg sollte auch aus Gründen der Verkehrssicherheit durchgängig vorfahrtsberechtigt sein.</p>
<p><strong>Adenauerallee</strong></p>
<p>Angesichts der zwei baulichen, zwangsweise einspurigen Engstellen am Koblenzer Tor und der bekannten Baustelle am Bundesamt für Justiz wird der Verkehrsfluss im gesamten Bereich der Adenauerallee nicht erhöht, wenn die neuen Radwege wegfallen. Es werden lediglich abschnittsweise die Rückstauflächen zu Lasten der Sicherheit der Radfahrenden, insbesondere von Schulkindern und Studierenden, die in diesem Bereich der Adenauerallee zwischen Koblenzer Tor und Weberstraße zahlreich nutzen, vergrößert. Diese sollten auch weiterhin sicher bis zur Weberstraße/Zweite Fährgasse bzw. dem Hofgarten sowie weiteren Anschlusspunkten gelangen können. Verkehrsfluss darf nicht vor Sicherheit gehen!</p>
<p><strong>Oxfordstraße und Am Alten Friedhof</strong></p>
<p>Diese Radspuren dürfen auf keinen Fall wie von der Taskforce vorgeschlagen zurückgebaut werden. Auch hier gilt wie in der Adenauerallee, dass diese zentrale Ost-West-Achse, die den erheblichen Radverkehr aus Richtung Kennedybrücke aufnimmt, auf mehreren Abschnitten einspurig verläuft. Diese Route ist eine der wichtigsten Radverkehrsverbindungen in der Innenstadt und darf nicht zur Disposition stehen. Die einzige wirklich komfortable und leistungsfähige Verbindung des Radverkehrs im Zentrum würde zerschnitten, nur damit der sich stauende Durchgangsverkehr auf einigen hundert Metern neben- statt hintereinander fahren oder stehen kann.</p>
<p>Gleichzeitig unterstützen ADFC, VCD und Radentscheid die Bonner Stadtwerke in ihrer Forderung, die vorhandenen Bus- und Umweltspuren beizubehalten. „Wir haben die Hoffnung, dass in dieser Ausnahmesituation Busse, Bahnen und Fahrräder Vorrang genießen“, so der VCD-Vorsitzende Rainer Bohnet.</p>

<h2><span><strong>Der Radverkehr muss Teil der Lösung sein</strong></span></h2>
<p>ADFC, VCD und Radentscheid sind sich der schwierigen Situation bewusst, denn wir sind, wie alle Menschen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, auf eine funktionierende Mobilität angewiesen. Wir beobachten nun, dass eine Verkehrsart, namentlich das Auto, durch einen fahrlässigen Umgang mit der Straßeninfrastruktur am Rande des absoluten Kollapses steht. Gerade im Namen derer, die nicht auf ihre Autofahrten verzichten können (Handwerker, Lieferanten, mobilitätseingeschränkte Menschen und im aktuellen Falle natürlich auch der durch Bonn fließenden Fernverkehr), müssen schnellstmöglich alle, die es können, zum Umstieg bewegt werden, um das Straßennetz zu entlasten!</p>
<p>Wir begrüßen daher nochmals ausdrücklich die angekündigte Stärkung des ÖPNV und sind in diesem Sinne auch bereit, temporäre Abstriche für den deutlich anpassungsfähigeren Radverkehr zu machen, wenn sie Bus und Bahn nützen. Wir warnen dennoch eindringlich davor, eine ganze Verkehrsart, die schon heute einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Mobilität abwickelt (siehe Daten der<a href="https://www.mobilitaet-in-deutschland.de/publikationen2023.html" target="_blank" rel="noreferrer"> MiD-Studie</a>) und in der aktuellen Situation erhebliches Entlastungspotenzial bietet, zu vergessen oder sogar einzuschränken.</p>
<p>ADFC, VCD und Radentscheid stehen bereit, die Stadt bei der Bewältigung der aktuellen Krise zu unterstützen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 09:36:00 +0200</pubDate>
                        <title>Weniger Alkohol am Fahrradlenker</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/weniger-alkohol-am-fahrradlenker-1</link>
                        <description>Beim Verkehrsgerichtstag in Goslar stand unter anderem die Promillegrenze für Radfahrende auf dem Prüfstand - Der Arbeitskreis kam zu dem Ergebnis, dass die Promillegrenze auf 1,1 Promille herabgesetzt werden sollte.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr im Januar tagt der Verkehrsgerichtstag in Goslar. Diesmal stand unter anderem die Promillegrenze für Radfahrende auf dem Prüfstand. Während die Promillegrenze für Autofahrende nach und nach auf 0,5 Promille gesenkt wurde, werden Radfahrende bislang erst ab 1,6 Promille für das Fahren unter Alkoholeinfluss als Ordnungswidrigkeit sanktioniert.<br><br>Der Arbeitskreis kam zu dem Ergebnis, dass die Promillegrenze auf 1,1 Promille herabgesetzt werden sollte. Diese Empfehlung wird vom <a href="https://www.adfc.de/neuigkeit/empfehlung-fuer-neuen-alkohol-grenzwert" target="_blank">ADFC-Bundesverband</a> unterstützt. Zudem wurde ein Bußgeld von 250 Euro bei Erstverstoß empfohlen. Eine repräsentative&nbsp;<a href="https://app.eyepin.com/content/2606504/_____LINK_DOCUMENT:193754_____" target="_blank" rel="noreferrer"> </a>forsa-Studie (im blauen Kasten auf dieser Seite zu finden), die im Auftrag des DVR durchgeführt wurde, zeigt, dass die Bevölkerung „bereit ist“ für eine Herabsenkung des Grenzwertes. Ein Großteil der Befragten spricht sich sogar für deutlich niedrigere Grenzwerte sowie für ähnlich hohe Bußgeldregelungen wie für Kraftfahrzeuge aus.&nbsp;<br>Damit ein neuer Alkoholwert in Kraft treten kann, muß jedoch ein reguläres Gesetzgebungsverfahren durchlaufen werden. Derzeit befindet sich dieses Thema also erst in der Diskussionsphase.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Thu, 07 May 2026 10:15:42 +0200</pubDate>
                        <title>ADFC NRW startet Sicherheitskampagne</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/adfc-nrw-startet-sicherheitskampagne-2</link>
                        <description>Die Zahlen sind ein deutlicher Weckruf - etwa jede sechste im Straßenverkehr getötete Person war mit dem Fahrrad unterwegs - Gesamtzahl der Verkehrstoten sinkt langfristig, aber Entwicklung im Radverkehr leider in die entgegengesetzte Richtung</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahlen sind ein deutlicher Weckruf: 462 Radfahrende kamen im Jahr 2025 in Deutschland ums Leben, knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Damit war etwa jede sechste im Straßenverkehr getötete Person mit dem Fahrrad unterwegs. Während die Gesamtzahl der Verkehrstoten langfristig sinkt, entwickelt sich der Radverkehr leider in die entgegengesetzte Richtung.<br><br>Vor diesem Hintergrund hat der ADFC NRW auf seiner Landesversammlung in Münster die Verkehrssicherheit ganz oben auf die Agenda gesetzt. Unter dem Motto „einfach.sicher.radfahren.“ soll das Thema in den kommenden Jahren stärker in den Mittelpunkt rücken. Die Umsetzung der Vision Zero, also das Ziel, dass es keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr gibt, gilt es voranzutreiben.<br><br>Zehn Maßnahmen stehen im Zentrum der Kampagne (siehe Bild und <a href="https://nrw.adfc.de/einfach-sicher-radfahren" target="_blank">Link zum Landesverband</a>)&nbsp;<br>&nbsp;</p>
<p>Zu oft ist es gegenwärtig so, dass bei schweren Verkehrsunfällen immer zuerst nach dem Helm gefragt wird, dass Appelle einseitig an Radfahrende gerichtet werden und die Verantwortung letztlich oft den schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen zugeschoben wird. Die Kampagne zielt entsprechend darauf ab, Verantwortliche dazu zu bewegen, endlich auch die eigentliche Gefahr, also gefährliches Fehlverhalten von Autofahrer*innen, stärker in den Blick zu nehmen.<br>Neben der stärkeren Kontrolle von klarem Fehlverhalten sieht der ADFC auch bei den „legalen“ Geschwindigkeiten erheblichen Handlungsbedarf. Mehr Tempo 30 innerorts und reduzierte Höchstgeschwindigkeiten auf Landstraßen ohne Radweg senken das Risiko schwerer Unfälle, wie zahlreiche Studien belegen.<br><br>Der Tenor ist klar: Einzelmaßnahmen reichen nicht mehr aus. Wer Verkehrssicherheit ernst nimmt, muss den Straßenverkehr ganzheitlich in den Blick nehmen und dabei auch Konflikte um Raum und Prioritätensetzung nicht scheuen. Auch in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis sehen wir erheblichen Handlungsbedarf. Beim Umgang mit Falschparkern und illegalen Überholmanövern, bei der Ausweitung von Tempo 30 oder beim Ausbau sicherer Radverbindungen wie den Velo- und Radpendlerrouten zeigt sich auch hier, dass mehr Konsequenz dringend nötig ist.<br>Die Initiative des ADFC NRW setzt hier ein deutliches Signal. Verkehrssicherheit ist keine Randfrage, sondern die Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen tatsächlich angstfrei Fahrrad fahren können, was die Grundlage für eine nachhaltige Mobilität in unserer Region ist.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <guid isPermaLink="false">news-68116</guid>
                        <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 10:33:11 +0100</pubDate>
                        <title>ADFC Bonn/Rhein-Sieg mit neuer Führung</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/adfc-bonn-rhein-sieg-mit-neuer-fuehrung-2</link>
                        <description>Peter Lorscheid aus Niederkassel ist neuer Co-Vorsitzender – Zwei neue Schatzmeister und ein neues Verkehrspolitisches Team</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der ADFC-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg hat eine neue Führung: Neben der bisherigen und wiedergewählten Kreisvorsitzenden Annette Quaedvlieg aus Bonn wählte die Mitgliederversammlung den Niederkasseler Datenanalysten Peter Lorscheid zum Vorsitzenden. Beide führen den ADFC als Doppelspitze. Lorscheid ist seit acht Jahren Verkehrspolitischer Sprecher des ADFC im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und hat sich besonders intensiv mit den Planungen für Radpendlerrouten im Kreis und der Verknüpfung mit Bonn befasst.&nbsp;</p>
<p>Mit Peter Lorscheid kommt erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder einer der beiden Vorsitzenden des Kreisverbands aus dem Rhein-Sieg-Kreis. „Ich möchte als Vorsitzender das Augenmerk des Kreisverbands noch stärker als bisher auf die Probleme des Radverkehrs im Rhein-Sieg-Kreis und die Interessen der vielen Ortsgruppen des ADFC im Rhein-Sieg-Kreis lenken“, sagte er bei seiner Vorstellung in der Katholischen Familienbildungsstätte in Bonn. Zudem gelte es, den ADFC in der Region fit für die Zukunft zu machen. „Der ADFC muss auch jüngere Leute besser ansprechen. Das geht nur über neue Aktivitäten für diese Zielgruppe, etwa Gravelbiking und Mountainbiking. Um dafür Kapazitäten zu schaffen, müssen bisherige Aktivitäten unvoreingenommen auf den Prüfstand gestellt werden. Wir müssen eine Vision entwickeln, wo der ADFC in fünf bis zehn Jahren stehen soll.“</p>
<p>Peter Lorscheid hat Bernhard Meier als Vorsitzenden abgelöst, der sechs Jahre lang gemeinsam mit Annette Quaedvlieg die Vorstandsspitze des ADFC gebildet hat. In seiner Abschiedsrede lenkte Meier noch einmal den Blick auf zentrale Zukunftsprojekte und nahm dabei auch die Politik in die Pflicht. So erinnerte er die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis daran, sich beim Neubau des Tausendfüßlers und der Nordbrücke stärker für einen Radweg entlang der Strecke einzusetzen. „Wir brauchen eine starke Allianz von Politik und Verbänden, um diese attraktive kreuzungsfreie Fahrradroute hinzubekommen.“</p>
<p>Die Mitgliederversammlung besetzt auch weitere Posten im Kreisvorstand neu. Schatzmeister des Kreisverbands sind nun Jörg Graßhoff und Dirk Hartje, die beide in ihrem Berufsleben bereits die Finanzen in mittelständischen Unternehmen gemanagt haben. Neu im Amt ist auch Ralph Büsken als Leiter der ADFC-Radtouristikmesse rad+freizeit, die in diesem Jahr zum 25. Mal durchgeführt wurde. Büsken hat in seinem Berufsleben schon für verschiedene IT-Unternehmen Messen organisiert. Neu gewählt wurden für den Bereich Verkehrspolitik Rhein-Sieg der Bornheimer Rainer Berns und der Meckenheimer Andreas Tegge, die Verkehrspolitik in Bonn verantwortet als Nachfolger von Gerd Billen der Bauingenieur Wolfgang Utehs (bislang Berlin) und weiterhin als Vize Frank Begemann. Ein neues Gesicht hat auch das Presse- und Social-Media-Team des ADFC: Maike Weingarten aus Hennef kümmert sich gemeinsam mit Kreisverbandssprecher Axel Mörer um Presse und Social Media.&nbsp;</p>
<p>Der ADFC-Kreisverband ist mit fast 8000 Mitgliedern der größte Kreisverband in Nordrhein-Westfalen und deckt die Stadt Bonn und die Kreise Rhein-Sieg und Euskirchen ab. Er ist in fast allen Kommunen mit eigenen Ortsgruppen vertreten. Der ADFC hat in der Region fast 400 Aktive, die sich ehrenamtlich engagieren – in einer der bundesweit größten ADFC-Radfahrschulen für Erwachsene und bei Fahrtrainings für Schulkinder, bei der Organisation der Messe rad+freizeit in Siegburg und beim Angebot von mehr als 400 Radtouren jährlich bis hin zu Reparaturkursen in der ADFC-Fahrradwerkstatt, Codierungen und der Beratung von Unternehmen für mehr Fahrradfreundlichkeit. Zudem hat der Kreisverband zwei Verkehrspolitische Arbeitsgruppen, die sich um konkrete Verkehrsprojekte in Bonn und im Kreis kümmern und unter anderem Konzepte für ein Veloroutennetz in Bonn und ein Pendlerroutennetz im Kreis entwickelt haben.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Wed, 04 Mar 2026 13:31:00 +0100</pubDate>
                        <title>Zehn Velorouten für Bonn: ADFC und Radentscheid setzen Prioritäten</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/zehn-velorouten-fuer-bonn-adfc-und-radentscheid-setzen-prioritaeten-1-1</link>
                        <description>Zehn priorisierte Velorouten sollen das Radnetz in Bonn konkretisieren. ADFC und Radentscheid setzen dabei auf Verbindungen entlang von Schulen, Arbeitgebern und ÖPNV – um Radfahren sicherer und den Umstieg aufs Rad attraktiver zu machen.

 </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>ADFC und Radentscheid setzen Prioritäten für ein sicheres und durchgängiges Radverkehrsnetz&nbsp;und schlagen zehn Velorouten für Bonn vor, auf die sich die Stadt Bonn bei der Umsetzung des Radnetzes nun prioritär fokussieren sollte.&nbsp;</p>
<p>Das vom Rat der Stadt Bonn im Dezember 2023 beschlossene Radverkehrsnetz mit Pendler- und Hauptrouten bietet einen guten Orientierungsrahmen für die Radverkehrsplanung in Bonn. Wenn aus Gründen wie Kanalsanierungen ohnehin Baustellen anstehen und diese zufällig auf diesen Pendler- oder Hauptrouten liegen, können diese Abschnitte entsprechend optimiert werden. Dieses Vorgehen mag kostengünstig sein, es führt aber nicht zu wirklich durchgängigen, sicheren und attraktiven Radrouten durch das gesamte Bonn Stadtgebiet und ins Umland.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Die 10 Velorouten sollen sichere und komfortable Verbindungen zwischen den Stadtteilen und direkte Verbindungen zu den Pendlerrouten zum Rhein-Sieg-Kreisermöglichen und auch einzelne Stadtteile untereinander verknüpfen. Bei ihrer Auswahl wurden insbesondere Standorte von Schulen, Uni-Instituten, Arbeitgebern und Umsteigemöglichkeiten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) berücksichtigt.</p>
<p>Damit sollen die 10 Velorouten attraktive Möglichkeiten bieten, um Pendelnde aus dem Umland künftig vom Auto auf das Fahrrad umsteigen zu lassen. Dies würde nicht nur ihnen selbst eine komfortable und gesunde Mobilität ermöglichen, sondern auch diejenigen auf den Straßen entlasten, die nicht aufs Rad umsteigen können und weiter aufs Auto angewiesen sind.&nbsp;</p>
<p>Wenn das beschlossene Radnetz zunächst mit diesen 10 Velorouten beginnt, erwarten wir, dass die Menschen die Idee eines Radverkehrsnetzes wirklich erkennen und diese Velorouten verstärkt nutzen.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Sun, 14 Dec 2025 12:47:34 +0100</pubDate>
                        <title>Inklusion und Fahrradfahren</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/inklusion-und-fahrradfahren-1</link>
                        <description>Weitersagen und Mitmachen: Neues Team im Kreisverband „Inklusion und Fahrradfahren“</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im vergangenen Jahr organisierten die Ortsgruppe Meckenheim und der Verein <i>Wir für Inklusion e.V.</i> zwei inklusive Radtouren. Die Touren wurden von ADFC-Tourenguide Torsten Herzog geplant und begleitet. Es stieß auf großen Zuspruch und die Teilnehmenden berichteten, wie wertvoll es sei, gemeinsam unterwegs zu sein.</p>
<p>Durch die positiven Rückmeldungen und die Resonanz auf seine Berichte wurde Torsten Herzog im Kreisverband zunehmend zu Fragen rund um inklusives Radfahren angesprochen. „Ich habe gemerkt, dass das Thema so umfassend und vielschichtig ist, dass ich es nicht allein leisten kann und möchte. In einem Team mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven können wir den viel besser gerecht werden“, erklärt er.</p>
<p>&nbsp;Gemeinsam mit Martina Menz, Werner Böttcher und Maike Weingarten hat sich inzwischen ein Team gebildet, das sich dem Thema widmet und bereits erste Ideen entwickelt – von Unterstützung bei der Durchführung von inklusiven Radtouren bis hin zu Informationsangeboten.</p>
<p>Wer Interesse hat, sich zu beteiligen oder eigene Anregungen einbringen möchte, ist herzlich willkommen. Das Team ist erreichbar unter: <a href="#" data-mailto-token="jxfiql7fkhirpflkXxacz:ylkk+ab" data-mailto-vector="-3"><strong>inklusion&nbsp;[at]&nbsp;adfc-bonn.de</strong></a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
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                        <pubDate>Sat, 26 Jul 2025 22:59:00 +0200</pubDate>
                        <title>Sankt Augustin im ADFC Fahrradklima-Test 2024</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/sankt-augustin-im-adfc-fahrradklima-test-2024</link>
                        <description>Mit einer Gesamtbewertung von 3,8 nimmt Sankt Augustin in der Ortsgrößenklasse den Rangplatz 30 von 113 Orten ein und bleibt damit im Vergleich zu 2022 konstant. Neben dem Hinweis auf einige positive Entwicklungen überwiegt jedoch die Kritik.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Am 18. Juni 2025 wurden die <a href="https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/fahrradklima-test-2024-die-ergebnisse-im-ueberblick-8" target="_blank">Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2024 im Bundesverkehrsministerium präsentiert</a>.&nbsp;</p>
<p>163 Menschen haben in Sankt Augustin an der Befragung teilgenommen. Die Stadt Sankt Augustin nimmt in ihrer Ortsgrößenklasse (50.000 bis 100.000 Einwohner*innen) bundesweit den Rangplatz 30 von insgesamt 113 Orten ein, innerhalb Nordrhein-Westfalens den Rangplatz 10 von 46 Orten. Insgesamt erreicht Sankt Augustin eine Gesamtbewertung von 3,8. Im Vergleich zu 2022 ist das Bewertungsverhalten konstant geblieben.&nbsp;</p>
<p>Im Vergleich zu ähnlichen Orten stechen folgende Stärken und Schwächen heraus:</p>
<p>Als <strong>Stärken</strong> der Stadt werden die öffentlichen Fahrräder bzw. das Fahrradverleihsystem, die Erreichbarkeit des Stadtzentrums sowie das zügige Radfahren bewertet. Als <strong>Schwächen</strong> werden hingegen die fehlenden Falschparkenkontrollen auf Radwegen, die mangelhafte Werbung für das Radfahren und die schlechten Ampelschaltungen für Radfahrende genannt.</p>
<p><strong>Wichtige Themen</strong> für die an der Befragung teilnehmenden Menschen sind vor allem die Akzeptanz als Verkehrsteilnehmende, das Sicherheitsgefühl und Hindernisse auf Radwegen.&nbsp;</p>
<p>Neben den standardisierten Rückmeldungen (siehe die zusammengestellten Ergebnisse am Ende dieses Artikels) nutzten viele Menschen auch die Möglichkeit, konkrete Kommentare im Freitextfeld zu hinterlassen. Diese Kommentare der Bürger*innen zur Fahrradsituation in Sankt Augustin zeichnen ein kritisches Bild. Während vereinzelte positive Aspekte wie das Vorhandensein erster Fahrradstraßen genannt werden, überwiegt deutlich die Kritik an der bestehenden Infrastruktur, der Verkehrsführung und der Sicherheit für Radfahrende. Die Anmerkungen lassen sich in mehrere Kernbereiche unterteilen:</p>
<h2>1. Infrastruktur und Zustand der Radwege</h2>
<ul class="listicon2"><li><strong>Schlechter Zustand:</strong> Viele Radwege sind zu schmal, holprig (z.B. durch Baumwurzeln) und in einem allgemein schlechten Zustand. Konkret wird die <i>Wehrfeldstraße</i> mehrfach als Beispiel für einen unangenehm zu befahrenden Weg genannt.</li><li><strong>Fehlende durchgehende Verbindungen:</strong> Radwege enden oft abrupt, führen ins Nichts oder zwingen Radfahrende zu gefährlichen Wechseln auf die Fahrbahn. Die Verbindungen nach Bonn und Siegburg werden als verbesserungswürdig angesehen, insbesondere die Strecke entlang der B56.</li><li><strong>Mangelnde Wartung:</strong> Die Reinigung der Radwege von Laub, Früchten oder nach dem Winter wird als unzureichend empfunden. Ebenso wird mangelnder Freischnitt von zugewachsenen Wegen kritisiert.</li></ul><h2>2. Verkehrsführung, Beschilderung und Sicherheit</h2><ul class="listicon2"><li><strong>Konflikte durch unklare Regelungen:</strong> Ein zentraler Kritikpunkt ist die Aufhebung der Benutzungspflicht für viele baulich vorhandene Radwege. Dies führt zu massiven Konflikten, da Autofahrer*innen die neue Regelung nicht kennen und Radfahrer*innen auf der Straße anhupen oder gefährden. Die <i>Alte Heerstraße</i> und der <i>Zedernweg </i>werden hier wiederholt als Problemzonen genannt.</li><li><strong>Gefährliche Straßenabschnitte:</strong> Mehrere spezifische Orte werden als besonders gefährlich eingestuft: <strong>(1)</strong> Die <i>Siegstraße</i> am Schulzentrum Menden wird wegen eines zu schmalen Schutzstreifens und zu schnell fahrender Autos als gefährlich für Schüler*innen empfunden. <strong>(2)</strong> Die <i>Bonner Straße</i>, insbesondere an Kreuzungen, wird als radfeindlich beschrieben. <strong>(3)</strong> Die Verkehrsführung an Kreisverkehren (z.B. <i>Rathausallee</i>) ist oft unklar und gefährlich.</li><li><strong>Fehlende Sicherheitsmaßnahmen:</strong> Es wird ein Mangel an baulich getrennten Radwegen beklagt. Nur aufgemalte Schutzstreifen werden als nicht ausreichend und nur "vorgegaukelte Sicherheit" angesehen. Farbliche Markierungen zur besseren Sichtbarkeit von Radwegen, wie in der <i>Pleistalstraße</i> in Birlinghoven, werden gefordert.</li><li><strong>Ampelschaltungen: </strong>Die Ampelschaltungen für Radfahrer*innen werden häufig als "diskriminierend" empfunden. Sie schalten zu früh auf Rot, haben lange Wartezeiten oder sind nicht aufeinander abgestimmt.</li></ul><h2>3. Miteinander im Verkehr und Rücksichtnahme</h2><ul class="listicon2"><li><strong>Gefährdung durch Autos:</strong> Radfahrende fühlen sich durch zu enges Überholen und allgemeine Rücksichtslosigkeit von Autofahrer*innen stark gefährdet.</li><li><strong>Falschparker*innen:</strong> Ein weit verbreitetes Ärgernis sind auf Rad- und Gehwegen geparkte Autos und E-Scooter. Die Bürger*innen haben den Eindruck, dass das Ordnungsamt hiergegen nicht konsequent genug vorgeht.</li><li><strong>Abstimmung mit anderen Radfahrer*innen:</strong> Auch das Miteinander verschiedener Radfahrer*innen wird thematisiert, insbesondere durch unterschiedliche Geschwindigkeiten auf engen Wegen, die kein sicheres Überholen ermöglichen.</li></ul><h2>4. Politik und Verwaltung</h2><ul class="listicon2"><li><strong>Kritik am politischen Willen:</strong> Viele Kommentierende empfinden die Radverkehrspolitik der Stadt als halbherzig und langsam ("Feigenblattcharakter"). Maßnahmen würden zu lange dauern und nicht mutig genug sein, um die Spielräume der neuen StVO auszunutzen.</li><li><strong>Forderung nach Priorisierung: </strong>Es gibt einen starken Wunsch nach einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Verkehrsplanung, die die Sicherheit von Kindern und vulnerablen Verkehrsteilnehmer*innen in den Mittelpunkt stellt.</li><li><strong>Mangelnde Kontrollen:</strong> Es wird gefordert, dass die Polizei Geschwindigkeiten, Abbiegevorgänge von LKW und vor allem den Überholabstand von 1,5 Metern konsequenter kontrolliert.</li></ul><p>Die Bürger*innen von Sankt Augustin wünschen sich eine sicherere und komfortablere Radinfrastruktur. Die Hauptforderungen sind klar definierte, baulich getrennte und gut instand gehaltene Radwege, eine verständliche und sichere Verkehrsführung sowie eine konsequente Durchsetzung der Verkehrsregeln zum Schutz von Radfahrenden. Die aktuelle Situation wird als stückwerkhaft und oft gefährlich empfunden, was zu erheblichem Frust und einem Gefühl der mangelnden Wertschätzung für den Radverkehr führt.</p>
<p>Die ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin hat viele der genannten Mängel bereits in einer <a href="https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/stellungnahme-zum-beitrag-der-stadt-sankt-augustin-vom-28042025" target="_blank">Stellungnahme</a> aufgegriffen und eingeordnet. Darin werden auch Qualitätsanforderungen für Radwegenetze benannt, die durchgehend, objektiv sowie subjektiv sicher und gut ausgebaut sind.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <guid isPermaLink="false">news-60693</guid>
                        <pubDate>Fri, 04 Jul 2025 08:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Wie sicher fühlen sich Radfahrende in der Stadt?</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/wie-sicher-fuehlen-sich-radfahrende-in-der-stadt-3</link>
                        <description>Wie erleben Radfahrende Sicherheit im Stadtverkehr – und warum weichen sie manchmal von den Regeln ab? Dr. Rul von Stülpnagel gibt Einblicke in seine Forschung zu Risiken, Wahrnehmung und Konflikten auf unseren Straßen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Rul von Stülpnagel beschäftigt sich an der Universität Freiburg mit der Frage, wie Radfahrende Risiken im urbanen Raum wahrnehmen und was ihr Sicherheitsempfinden beeinflusst. Im Interview mit dem ADFC spricht der Kognitionswissenschaftler über die Unterschiede zwischen Rad- und Autofahrenden, die Ursachen von Regelverstößen und darüber, wie eine bessere Infrastruktur das Miteinander im Straßenverkehr fördern kann.</p>
<p><strong>Was ist genau Ihr Forschungsinteresse?</strong><br>Ich arbeite an der Uni Freiburg in der Abteilung für Kognitionswissenschaft – einem interdisziplinären Feld, das sich mit den Prozessen des Denkens, Wahrnehmens und Entscheidens beschäftigt. Mich faszinierte anfangs besonders die Frage, wie unsere Umwelt – konkret: städtische Räume – unser Verhalten und unser Empfinden beeinflusst. Als ich dann 2014 auf eine Onlinekarte stieß, in der Münchner:innen Gefahrenstellen im Radverkehr markierten, hat mich das nicht mehr losgelassen. Was genau machte eine Kreuzung aus Sicht der Radfahrenden so viel gefährlicher als eine andere – und zwar nicht vom Verkehr aus gesehen, sondern aufgrund der räumlichen Struktur vor Ort? Seither beschäftige ich mich intensiv mit Fragen der Risikowahrnehmung und Sicherheit im urbanen Radverkehr.</p>
<p><strong>Wie untersuchen Sie die subjektive Risikowahrnehmung beim Radfahren?</strong><br>Wir arbeiten mit verschiedenen Methoden. In Online-Umfragen können Menschen Orte markieren, die sie als gefährlich empfinden – das gibt erste Hinweise. In Bildexperimenten zeigen wir veränderte Straßenszenen und fragen nach dem subjektiven Sicherheitsgefühl. Besonders spannend sind Eye-Tracking-Studien; Radfahrende tragen dabei eine Brille, die aufzeichnet, wohin sie in einer Situation schauen. Durch das Eye-Tracking stellten wir fest: Je unsicherer sich Radfahrer:innen fühlen, desto weniger schauen sie voraus. Sie fahren langsamer, der Blick wird enger. Entspannter und vorausschauender fahren sie auf Strecken, an denen sie einen guten Überblick über die Verkehrssituation haben und beispielsweise durch eine durchgehende Hecke oder Mauer auf einer Seite geschützt sind.</p>

<p><strong>Welche Infrastruktur wird als sicher oder unsicher wahrgenommen?</strong><br>Von Radfahrenden wird fast durchweg Mischverkehr bei 50 km/h mit vielen Autos als besonders unangenehm und unsicher erlebt, vor allem wenn dann noch Schwerlastverkehr hinzukommt. Auf baulich getrennten Wegen fühlen sie sich hingegen am sichersten – vor allem, wenn diese klar von Fuß- und Autoverkehr abgegrenzt sind. Interessanterweise fühlen sich baulich getrennte Radwege auch für Autofahrer:innen gut und sicher an. Spannend ist: Einfache Radfahrstreifen, die nur durch Farbe vom Autoverkehr abgesetzt sind, verbessern das Sicherheitsgefühl der Autofahrenden mehr als das der Radfahrenden. Radfahrer:innen profitieren zwar auch, aber eben vergleichsweise weniger, vor allem, wenn die Streifen schmal sind und neben parkenden Autos verlaufen.&nbsp;</p>
<p><strong>Unterscheiden sich Rad- und Autofahrende in ihrer Risikowahrnehmung?</strong><br>Ja, grundlegend. Im Stadtverkehr ist die Wahrnehmung der Autofahrer:innen jene, dass sie selbst jemanden potenziell schädigen könnten. Die Radfahrenden sind diejenigen, die potenziell geschädigt werden könnten. Das ist natürlich ein riesiger Unterschied. Abgesehen davon ist die Risikowahrnehmung von Geschwindigkeiten unterschiedlich. Für Radfahrende sind 30 km/h schon sehr schnell, für Autofahrende ist das sehr langsam. Tempo 50 wird im Auto als sicher empfunden, Radfahrende, die von Autos mit 50 km/h überholt werden, empfinden das als unsicher. Autofahrende unterschätzen zudem häufig, wie belastend es für Radfahrende ist, wenn ein Auto knapp überholt. Umgekehrt erleben sie das Verhalten von Radfahrenden als gefährlich, etwa wenn sie sich zwischen den Autos durchschlängeln oder schnell noch ‚wo rüberziehen‘. Aus Sicht der Autofahrer erhöht dieses Verhalten das Risiko, dass sie die Radfahrenden übersehen und einen Unfall verursachen. Radfahrende versuchen hingegen auf diese Weise einfach besser durch volle Straßen zu kommen. Hier treffen zwei sehr unterschiedliche Perspektiven aufeinander.</p>
<p><strong>Woher kommen die teilweise vorherrschenden gegenseitigen Vorurteile oder auch die Wut der Verkehrsteilnehmenden aufeinander?</strong><br>Zum einen: Verkehr ist für viele grundsätzlich stressig. Wenn sich dann jemand – ob mit Rad oder Auto – „falsch“ verhält, wird das leicht auf die ganze Gruppe projiziert. Die eine Regelverletzung wird zur Begründung, alle anderen zu verurteilen. Dabei wollen die allermeisten niemanden gefährden. Die Wut entsteht zum anderen auch, weil sich unsere Städte über Jahrzehnte stark am Autoverkehr orientiert haben. Jetzt verändert sich das – mehr Menschen wollen Rad fahren, es gibt neue Regeln, Platz wird neu verteilt. Das sorgt für Reibung. Radfahrende stehen heute im Straßenverkehr im wahrsten Sinne des Wortes „dazwischen“ – zwischen den Autofahrenden, den parkenden Autos und den Fußgänger:innen. Sie fühlen sich zwischen den Rollen hin- und hergeworfen – mal sollen sie sich wie Autos, mal wie Fußgänger verhalten. Das schafft Frust auf allen Seiten. Und wenn dann auch noch der eigene Freiheitsanspruch bedroht scheint – sei es durch Stau, Zeitdruck oder das Gefühl, anderen scheint mehr erlaubt zu sein – dann entlädt sich das schnell in Wut. Verständlich, aber es zeigt: Wir müssen Verkehr neu denken – mit mehr Rücksicht füreinander.</p>
<p><strong>Was können die Verkehrsteilnehmenden tun, um für sich und andere die Lage zu entspannen?</strong><br>Wichtig ist Empathie: Also sich bewusst machen, wie sich Situationen für andere anfühlen. Radfahrende sollten etwa bedenken, wie sie auf Autofahrende oder Fußgänger:innen wirken, wenn sie plötzlich auf der Straße ausscheren oder auf Fußwege ausweichen. Autofahrende und Fußgänger:innen wiederum sollten nicht gleich böse Absicht unterstellen, wenn jemand auf der Straße beziehungsweise auf dem Fußweg fährt, statt auf dem Radweg – denn vielleicht ist der Radweg blockiert oder fühlt sich unsicher an. Ein kurzer Moment des Nachdenkens und in der Folge des rücksichtsvolleren Handelns oder ruhigeren Bewertens der Situation kann viel bewirken.</p>
<p><strong>Das passt zu Ihrem aktuellen Projekt „RULES“, bei dem Sie sich mit der Frage beschäftigen, warum Radfahrende mehr oder weniger oft gegen Verkehrsregeln verstoßen. </strong>Das Projekt ist mir ein Herzensanliegen. In den Medien und der Gesellschaft werden Radfahrende oft als aggressive Verkehrsteilnehmende dargestellt oder wahrgenommen, die Verkehrsregeln entweder aus Rücksichtslosigkeit oder aus mangelnder Regelkenntnis brechen. Dem wollen wir mit dem Projekt RULES auf den Grund gehen, dass wir gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München durchführen. Es wird vom Bundesverkehrsministerium aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplanes gefördert. Sich bei Regelverstößen vor allem auf die Person zu fokussieren und dabei die tatsächliche Situation außer Acht zu lassen, scheint uns zu kurz gegriffen. Wir gehen davon aus, dass viele der Regelverstöße als Reaktion auf eine Verkehrssituation entstehen, die von Radfahrenden als unsicher, unklar oder unzumutbar wahrgenommen wird. Aus Sicht der Person ist ein wissentlicher Verstoß gegen eine Verkehrsregel damit eine mehr oder weniger rationale Entscheidung. In diesem Fall hilft Aufklärung nur bedingt – sondern nur bessere Planung.</p>
<p><strong>Und wie finden Sie heraus, welche Regelverstöße begangen werden?</strong></p>
<p>Meine Erfahrung ist, dass viele Radfahrende ein durchaus großes Bedürfnis haben, nicht nur über erlittene, sondern auch über selbst begangene Regelverstöße zu berichten – gerade, weil es aus ihrer jeweiligen Sicht absolut rational oder unumgänglich erscheint, so zu handeln. Deshalb haben wir eine Crowdsourcing-Kampagne zu dem Thema gestartet: Über die Onlineplattform <a href="http://www.regelverstoesse.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.regelverstoesse.de</a> können Verkehrsteilnehmende jeder Art und anonym mit wenigen Klicks und freien Beschreibungen berichten, wo und vor allem warum es zu Regelverstößen im Radverkehr kommt. Wir hoffen, dass aus den Ergebnissen abgeleitet werden kann, wie Verkehrsräume und -regeln so gestaltet werden können, dass Regelverstöße seltener, und regelkonformes Verhalten einfacher werden – damit alle sicherer und entspannter an ihr Ziel ankommen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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