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            <title>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Sankt Augustin</title>
            <link>https://sankt-augustin.adfc.de</link>
            <description>RSS-Newsfeed mit Neuigkeiten, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Sankt Augustin</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Sankt Augustin</copyright>
            
            <pubDate>Wed, 13 May 2026 22:01:17 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Wed, 13 May 2026 22:01:17 +0200</lastBuildDate>
            
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                        <pubDate>Sun, 31 May 2026 23:48:00 +0200</pubDate>
                        <title>Kidical Mass Sankt Augustin am 31.05.2026 um 14:00 Uhr</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/km-20260531</link>
                        <description>Die ADFC Ortsgruppen aus Sankt Augustin und Siegburg laden am 31.05.2026 wieder zur Kidical Mass ein. Die zentrale Forderung: Sichere Schul- und Radwege in und zwischen den Städten!</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen der Kidical Mass Aktionstage im Frühjahr 2026 finden in ganz Deutschland <a href="https://kinderaufsrad.org" target="_blank" rel="noreferrer">Kidical Mass Touren</a> statt.</p>
<p>Auch die ADFC Ortsgruppen Sankt Augustin und Siegburg rufen am Sonntag, den 31.05.2026 wieder zur Kinder-Fahrrad-Demo „Kidical Mass“ auf. Unter dem Motto "Kinder aufs Rad" setzen sich die Teilnehmer*innen für eine kinderfreundliche Verkehrspolitik ein.</p>
<p>Nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Eltern, Großeltern und Unterstützer*innen sind herzlich eingeladen. Das Tempo und die Strecke sind bereits für die Kleinsten geeignet. Die Polizei sichert die Wege und begleitet die Veranstaltung.</p>
<p>Das Ziel: Kinder und Jugendliche sollen sich sicher mit dem Rad in ihren Städten bewegen können. Zur Kita, zur Schule, zu Freund*innen oder zum Sport. Das ist in beiden Orten oft nicht möglich, weil ein lückenloses Netz sicherer Radwege fehlt. Auch gute Radwege zu nahegelegenen Nachbarstädten sind für Kinder und Jugendliche wichtig.</p>
<p>Beide Gruppen haben unterschiedliche Startpunkte in ihren Städten, treffen sich jedoch unterwegs und fahren den Großteil der Route zum gemeinsamen Ziel am Karl-Gatzweiler-Platz vor dem Rathaus in Sankt Augustin.</p>
<h2>Zwei Demos, ein Ziel</h2>
<p><strong>Sonntag, 31.05.2026 jeweils um 14:00 Uhr</strong><br><strong>Start Siegburg</strong>: Pleiser Hecke 4 (RSAG), Siegburg<br><strong>Start Sankt Augustin:</strong> Karl-Gatzweiler-Platz (vor dem Rathaus), Sankt Augustin<br><strong>Gemeinsames Ziel</strong>: Karl-Gatzweiler-Platz (vor dem Rathaus), Sankt Augustin – mit Waffeln, Getränken, Spielsachen und <a href="https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/fahrradcodierung-31052026" target="_blank">Fahrradcodierung gegen Diebstahl</a>. Toiletten sind vorhanden.</p>
<p>Auch diesmal wird es neben der <a href="https://sankt-augustin.adfc.de/km-hauptroute" target="_blank">Hauptroute</a> (10,3 km) wieder eine <a href="https://sankt-augustin.adfc.de/km-kurzroute" target="_blank">abgekürzte Route</a> (4,7 km) geben.</p>
<p><a href="https://list.radwende-rheinsieg.de/subscription/form" target="_blank" rel="noreferrer">Hier</a> können sich Interessent*innen in den Newsletter eintragen, um über die Kidical Mass Rhein-Sieg Aktionen zukünftig informiert zu werden. Auch Mitstreiter*innen sind immer herzlich willkommen!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <guid isPermaLink="false">news-58846</guid>
                        <pubDate>Sun, 31 May 2026 23:48:00 +0200</pubDate>
                        <title>Fahrradcodierung am 31.05.2026 von 14:00–17:00 Uhr vor dem Rathaus</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/fahrradcodierung-31052026</link>
                        <description>Im Rahmen der Kidical Mass codieren wir Fahrräder auf dem Karl-Gatzweiler-Platz vor dem Rathaus. Lesen Sie, wie es geht und was Sie dazu vorbereiten können.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Sie möchten Ihr wertvolles und lieb gewonnenes Rad besser vor Diebstahl schützen? Dann kommen Sie am <strong>31. Mai 2026</strong> auf den <strong>Karl-Gatzweiler-Platz vor dem Rathaus&nbsp;</strong> (im Rahmen der <a href="https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/km-20260531" target="_blank">Kidical Mass</a>) und lassen es mit einer individuellen Codierung versehen. Wir codieren in der Zeit von <strong>14:00–17:00 Uhr</strong>.</p>
<p>Die Fahrradcodierung mit dem <strong>EIN-Code </strong>(Eigentümer-Identitäts-Nachweis) ist ein bundesweit einheitlich angewandtes System, um ein Rad besser vor Verlust zu schützen und im Falle eines Diebstahls eine schnelle Rückgabe des gefundenen Rades zu ermöglichen.<br>Der Code, bestehend aus der verschlüsselten Adresse, den Initialen der*des Eigentümer*in sowie dem Jahr der Codierung wird in den Fahrradrahmen deutlich sichtbar eingestanzt und gegen Korrosion versiegelt. Diesen Code wieder zu entfernen bedarf eines größeren Aufwandes. Die Codierung macht den Weiterverkauf gestohlener Räder für den Dieb nahezu unmöglich und hilft der Polizei, gestohlene Fahrräder den rechtmäßigen Besitzer*innen zuzuordnen und zurück zu geben, ohne eine aufwändige Ermittlungsarbeit bei Herstellern, Groß- und Einzelhändlern vornehmen zu müssen.</p>
<p>Für <strong>Velomobile, Carbon-, Bambus-, Chrom-, &nbsp;und sonstige Spezialräder</strong> bieten wir eine spezielle Codierung an.</p>
<p>Aber auch Akkupacks, Kinderanhänger sowie sonstiges Fahrradzubehör können mit dem Code versehen werden. Er eignet sich außerdem für Wertgegenstände jeglicher Art.</p>
<p><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong> für ADFC-Mitglieder:&nbsp;</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong> für Nichtmitglieder</strong><br>Radcodierung&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;10,00 €&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;20,00 €<br>Pedelec-Akkucodierung&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 5,00 €&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 10,00 €<br>Anhängercodierung&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;5,00 €&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 10,00 €</p>
<h2>Und so gehts</h2>
<ol class="listicon3"><li>Füllen Sie unser <a href="https://www.adfc-bonn.de/codierung/codierung.php" target="_blank" rel="noreferrer">Codier-Formular</a> vollständig online aus</li><li>Klicken Sie anschließend auf das orangene Feld "Überprüfen" links unten. Sind die Pflichtangaben ausgefüllt, wird das Feld "PDF erzeugen" freigeschaltet. Werden Ort und / oder Straße rot umrandet angezeigt, sind Eingabefehler vorhanden. Diese dann bitte korrigieren.</li><li>Durch Mausklick auf &nbsp;"PDF erzeugen" wird das PDF-Dokument generiert und direkt auf Ihr Gerät heruntergeladen.</li><li>Drucken Sie das heruntergeladene PDF-Dokument aus (2 Seiten – davon verbleibt eine beim ADFC und eine Seite erhalten Sie für Ihre Unterlagen) oder bringen Sie die Datei gerne digital mit, wir drucken auch vor Ort aus.</li><li>Zum Codiertermin bringen Sie mit:<br>Fahrrad /Akku/Anhänger etc.<br>2 Seiten PDF-Dokument<br>Gültigen Personalausweis oder Reisepass<br>Eigentumsnachweis (Kaufvertrag)<br>ADFC-Mitgliedsausweis, sofern vorhanden</li></ol><p>Während des Wartens oder Codierens können Sie an unserem Stand in unserem Angebot stöbern oder sich eine Waffel holen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Thu, 07 May 2026 10:15:42 +0200</pubDate>
                        <title>ADFC NRW startet Sicherheitskampagne</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/adfc-nrw-startet-sicherheitskampagne-2</link>
                        <description>Die Zahlen sind ein deutlicher Weckruf - etwa jede sechste im Straßenverkehr getötete Person war mit dem Fahrrad unterwegs - Gesamtzahl der Verkehrstoten sinkt langfristig, aber Entwicklung im Radverkehr leider in die entgegengesetzte Richtung</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahlen sind ein deutlicher Weckruf: 462 Radfahrende kamen im Jahr 2025 in Deutschland ums Leben, knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Damit war etwa jede sechste im Straßenverkehr getötete Person mit dem Fahrrad unterwegs. Während die Gesamtzahl der Verkehrstoten langfristig sinkt, entwickelt sich der Radverkehr leider in die entgegengesetzte Richtung.<br><br>Vor diesem Hintergrund hat der ADFC NRW auf seiner Landesversammlung in Münster die Verkehrssicherheit ganz oben auf die Agenda gesetzt. Unter dem Motto „einfach.sicher.radfahren.“ soll das Thema in den kommenden Jahren stärker in den Mittelpunkt rücken. Die Umsetzung der Vision Zero, also das Ziel, dass es keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr gibt, gilt es voranzutreiben.<br><br>Zehn Maßnahmen stehen im Zentrum der Kampagne (siehe Bild und <a href="https://nrw.adfc.de/einfach-sicher-radfahren" target="_blank">Link zum Landesverband</a>)&nbsp;<br>&nbsp;</p>
<p>Zu oft ist es gegenwärtig so, dass bei schweren Verkehrsunfällen immer zuerst nach dem Helm gefragt wird, dass Appelle einseitig an Radfahrende gerichtet werden und die Verantwortung letztlich oft den schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen zugeschoben wird. Die Kampagne zielt entsprechend darauf ab, Verantwortliche dazu zu bewegen, endlich auch die eigentliche Gefahr, also gefährliches Fehlverhalten von Autofahrer*innen, stärker in den Blick zu nehmen.<br>Neben der stärkeren Kontrolle von klarem Fehlverhalten sieht der ADFC auch bei den „legalen“ Geschwindigkeiten erheblichen Handlungsbedarf. Mehr Tempo 30 innerorts und reduzierte Höchstgeschwindigkeiten auf Landstraßen ohne Radweg senken das Risiko schwerer Unfälle, wie zahlreiche Studien belegen.<br><br>Der Tenor ist klar: Einzelmaßnahmen reichen nicht mehr aus. Wer Verkehrssicherheit ernst nimmt, muss den Straßenverkehr ganzheitlich in den Blick nehmen und dabei auch Konflikte um Raum und Prioritätensetzung nicht scheuen. Auch in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis sehen wir erheblichen Handlungsbedarf. Beim Umgang mit Falschparkern und illegalen Überholmanövern, bei der Ausweitung von Tempo 30 oder beim Ausbau sicherer Radverbindungen wie den Velo- und Radpendlerrouten zeigt sich auch hier, dass mehr Konsequenz dringend nötig ist.<br>Die Initiative des ADFC NRW setzt hier ein deutliches Signal. Verkehrssicherheit ist keine Randfrage, sondern die Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen tatsächlich angstfrei Fahrrad fahren können, was die Grundlage für eine nachhaltige Mobilität in unserer Region ist.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Sun, 19 Apr 2026 11:14:00 +0200</pubDate>
                        <title>20. Mai 2026: Ride of Silence</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/20-mai-2026-ride-of-silence-1</link>
                        <description>Weltweit findet die Ride of Silence als Gedenkfahrt für die tödlich verunglückten oder schwer verletzten Radfahrerinnen und Radfahrer am dritten Mittwoch im Mai statt. Treffpunkt in Bonn ist am 20. Mai um 18 Uhr auf dem Münsterplatz.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Weltweit findet der Ride of Silence als Gedenkfahrt für die tödlich verunglückten oder schwer verletzten Radfahrerinnen und Radfahrer am dritten Mittwoch im Mai statt.&nbsp;</p>
<p>An die Radfahrer, die in Bonn und dem Rhein&nbsp;Sieg-Kreis bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind, erinnert der ADFC-Kreisverbandmit einer stillen Gedenkfahrt in weißer Kleidung.</p>
<p><strong>Treffpunkt in Bonn ist am 20. Mai um 18 Uhr auf dem Münsterplatz - dort wird die etwa 18 km lange Fahrt auch wieder enden</strong></p>
<p>2025 verunglückten acht Radfahrerinnen und&nbsp;Radfahrer tödlich in Bonn, in Rheinbach und&nbsp;Euskirchen. Während der Gedenkfahrt werden&nbsp;wir Orte in Bonn anfahren, an denen im vergangenen Jahr tödliche Radunfälle passierten. Die&nbsp;Ride of Silence 2026 wird auch zu Claudias&nbsp;Gedenkrad in Endenich führen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 10:33:11 +0100</pubDate>
                        <title>ADFC Bonn/Rhein-Sieg mit neuer Führung</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/adfc-bonn-rhein-sieg-mit-neuer-fuehrung-2</link>
                        <description>Peter Lorscheid aus Niederkassel ist neuer Co-Vorsitzender – Zwei neue Schatzmeister und ein neues Verkehrspolitisches Team</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der ADFC-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg hat eine neue Führung: Neben der bisherigen und wiedergewählten Kreisvorsitzenden Annette Quaedvlieg aus Bonn wählte die Mitgliederversammlung den Niederkasseler Datenanalysten Peter Lorscheid zum Vorsitzenden. Beide führen den ADFC als Doppelspitze. Lorscheid ist seit acht Jahren Verkehrspolitischer Sprecher des ADFC im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und hat sich besonders intensiv mit den Planungen für Radpendlerrouten im Kreis und der Verknüpfung mit Bonn befasst.&nbsp;</p>
<p>Mit Peter Lorscheid kommt erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder einer der beiden Vorsitzenden des Kreisverbands aus dem Rhein-Sieg-Kreis. „Ich möchte als Vorsitzender das Augenmerk des Kreisverbands noch stärker als bisher auf die Probleme des Radverkehrs im Rhein-Sieg-Kreis und die Interessen der vielen Ortsgruppen des ADFC im Rhein-Sieg-Kreis lenken“, sagte er bei seiner Vorstellung in der Katholischen Familienbildungsstätte in Bonn. Zudem gelte es, den ADFC in der Region fit für die Zukunft zu machen. „Der ADFC muss auch jüngere Leute besser ansprechen. Das geht nur über neue Aktivitäten für diese Zielgruppe, etwa Gravelbiking und Mountainbiking. Um dafür Kapazitäten zu schaffen, müssen bisherige Aktivitäten unvoreingenommen auf den Prüfstand gestellt werden. Wir müssen eine Vision entwickeln, wo der ADFC in fünf bis zehn Jahren stehen soll.“</p>
<p>Peter Lorscheid hat Bernhard Meier als Vorsitzenden abgelöst, der sechs Jahre lang gemeinsam mit Annette Quaedvlieg die Vorstandsspitze des ADFC gebildet hat. In seiner Abschiedsrede lenkte Meier noch einmal den Blick auf zentrale Zukunftsprojekte und nahm dabei auch die Politik in die Pflicht. So erinnerte er die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis daran, sich beim Neubau des Tausendfüßlers und der Nordbrücke stärker für einen Radweg entlang der Strecke einzusetzen. „Wir brauchen eine starke Allianz von Politik und Verbänden, um diese attraktive kreuzungsfreie Fahrradroute hinzubekommen.“</p>
<p>Die Mitgliederversammlung besetzt auch weitere Posten im Kreisvorstand neu. Schatzmeister des Kreisverbands sind nun Jörg Graßhoff und Dirk Hartje, die beide in ihrem Berufsleben bereits die Finanzen in mittelständischen Unternehmen gemanagt haben. Neu im Amt ist auch Ralph Büsken als Leiter der ADFC-Radtouristikmesse rad+freizeit, die in diesem Jahr zum 25. Mal durchgeführt wurde. Büsken hat in seinem Berufsleben schon für verschiedene IT-Unternehmen Messen organisiert. Neu gewählt wurden für den Bereich Verkehrspolitik Rhein-Sieg der Bornheimer Rainer Berns und der Meckenheimer Andreas Tegge, die Verkehrspolitik in Bonn verantwortet als Nachfolger von Gerd Billen der Bauingenieur Wolfgang Utehs (bislang Berlin) und weiterhin als Vize Frank Begemann. Ein neues Gesicht hat auch das Presse- und Social-Media-Team des ADFC: Maike Weingarten aus Hennef kümmert sich gemeinsam mit Kreisverbandssprecher Axel Mörer um Presse und Social Media.&nbsp;</p>
<p>Der ADFC-Kreisverband ist mit fast 8000 Mitgliedern der größte Kreisverband in Nordrhein-Westfalen und deckt die Stadt Bonn und die Kreise Rhein-Sieg und Euskirchen ab. Er ist in fast allen Kommunen mit eigenen Ortsgruppen vertreten. Der ADFC hat in der Region fast 400 Aktive, die sich ehrenamtlich engagieren – in einer der bundesweit größten ADFC-Radfahrschulen für Erwachsene und bei Fahrtrainings für Schulkinder, bei der Organisation der Messe rad+freizeit in Siegburg und beim Angebot von mehr als 400 Radtouren jährlich bis hin zu Reparaturkursen in der ADFC-Fahrradwerkstatt, Codierungen und der Beratung von Unternehmen für mehr Fahrradfreundlichkeit. Zudem hat der Kreisverband zwei Verkehrspolitische Arbeitsgruppen, die sich um konkrete Verkehrsprojekte in Bonn und im Kreis kümmern und unter anderem Konzepte für ein Veloroutennetz in Bonn und ein Pendlerroutennetz im Kreis entwickelt haben.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Wed, 04 Mar 2026 13:31:00 +0100</pubDate>
                        <title>Zehn Velorouten für Bonn: ADFC und Radentscheid setzen Prioritäten</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/zehn-velorouten-fuer-bonn-adfc-und-radentscheid-setzen-prioritaeten-1-1</link>
                        <description>Zehn priorisierte Velorouten sollen das Radnetz in Bonn konkretisieren. ADFC und Radentscheid setzen dabei auf Verbindungen entlang von Schulen, Arbeitgebern und ÖPNV – um Radfahren sicherer und den Umstieg aufs Rad attraktiver zu machen.

 </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>ADFC und Radentscheid setzen Prioritäten für ein sicheres und durchgängiges Radverkehrsnetz&nbsp;und schlagen zehn Velorouten für Bonn vor, auf die sich die Stadt Bonn bei der Umsetzung des Radnetzes nun prioritär fokussieren sollte.&nbsp;</p>
<p>Das vom Rat der Stadt Bonn im Dezember 2023 beschlossene Radverkehrsnetz mit Pendler- und Hauptrouten bietet einen guten Orientierungsrahmen für die Radverkehrsplanung in Bonn. Wenn aus Gründen wie Kanalsanierungen ohnehin Baustellen anstehen und diese zufällig auf diesen Pendler- oder Hauptrouten liegen, können diese Abschnitte entsprechend optimiert werden. Dieses Vorgehen mag kostengünstig sein, es führt aber nicht zu wirklich durchgängigen, sicheren und attraktiven Radrouten durch das gesamte Bonn Stadtgebiet und ins Umland.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Die 10 Velorouten sollen sichere und komfortable Verbindungen zwischen den Stadtteilen und direkte Verbindungen zu den Pendlerrouten zum Rhein-Sieg-Kreisermöglichen und auch einzelne Stadtteile untereinander verknüpfen. Bei ihrer Auswahl wurden insbesondere Standorte von Schulen, Uni-Instituten, Arbeitgebern und Umsteigemöglichkeiten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) berücksichtigt.</p>
<p>Damit sollen die 10 Velorouten attraktive Möglichkeiten bieten, um Pendelnde aus dem Umland künftig vom Auto auf das Fahrrad umsteigen zu lassen. Dies würde nicht nur ihnen selbst eine komfortable und gesunde Mobilität ermöglichen, sondern auch diejenigen auf den Straßen entlasten, die nicht aufs Rad umsteigen können und weiter aufs Auto angewiesen sind.&nbsp;</p>
<p>Wenn das beschlossene Radnetz zunächst mit diesen 10 Velorouten beginnt, erwarten wir, dass die Menschen die Idee eines Radverkehrsnetzes wirklich erkennen und diese Velorouten verstärkt nutzen.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Sun, 14 Dec 2025 12:47:34 +0100</pubDate>
                        <title>Inklusion und Fahrradfahren</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/inklusion-und-fahrradfahren-1</link>
                        <description>Weitersagen und Mitmachen: Neues Team im Kreisverband „Inklusion und Fahrradfahren“</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im vergangenen Jahr organisierten die Ortsgruppe Meckenheim und der Verein <i>Wir für Inklusion e.V.</i> zwei inklusive Radtouren. Die Touren wurden von ADFC-Tourenguide Torsten Herzog geplant und begleitet. Es stieß auf großen Zuspruch und die Teilnehmenden berichteten, wie wertvoll es sei, gemeinsam unterwegs zu sein.</p>
<p>Durch die positiven Rückmeldungen und die Resonanz auf seine Berichte wurde Torsten Herzog im Kreisverband zunehmend zu Fragen rund um inklusives Radfahren angesprochen. „Ich habe gemerkt, dass das Thema so umfassend und vielschichtig ist, dass ich es nicht allein leisten kann und möchte. In einem Team mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven können wir den viel besser gerecht werden“, erklärt er.</p>
<p>&nbsp;Gemeinsam mit Martina Menz, Werner Böttcher und Maike Weingarten hat sich inzwischen ein Team gebildet, das sich dem Thema widmet und bereits erste Ideen entwickelt – von Unterstützung bei der Durchführung von inklusiven Radtouren bis hin zu Informationsangeboten.</p>
<p>Wer Interesse hat, sich zu beteiligen oder eigene Anregungen einbringen möchte, ist herzlich willkommen. Das Team ist erreichbar unter: <a href="#" data-mailto-token="jxfiql7fkhirpflkXxacz:ylkk+ab" data-mailto-vector="-3"><strong>inklusion&nbsp;[at]&nbsp;adfc-bonn.de</strong></a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Sat, 26 Jul 2025 22:59:00 +0200</pubDate>
                        <title>Sankt Augustin im ADFC Fahrradklima-Test 2024</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/sankt-augustin-im-adfc-fahrradklima-test-2024</link>
                        <description>Mit einer Gesamtbewertung von 3,8 nimmt Sankt Augustin in der Ortsgrößenklasse den Rangplatz 30 von 113 Orten ein und bleibt damit im Vergleich zu 2022 konstant. Neben dem Hinweis auf einige positive Entwicklungen überwiegt jedoch die Kritik.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Am 18. Juni 2025 wurden die <a href="https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/fahrradklima-test-2024-die-ergebnisse-im-ueberblick-8" target="_blank">Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2024 im Bundesverkehrsministerium präsentiert</a>.&nbsp;</p>
<p>163 Menschen haben in Sankt Augustin an der Befragung teilgenommen. Die Stadt Sankt Augustin nimmt in ihrer Ortsgrößenklasse (50.000 bis 100.000 Einwohner*innen) bundesweit den Rangplatz 30 von insgesamt 113 Orten ein, innerhalb Nordrhein-Westfalens den Rangplatz 10 von 46 Orten. Insgesamt erreicht Sankt Augustin eine Gesamtbewertung von 3,8. Im Vergleich zu 2022 ist das Bewertungsverhalten konstant geblieben.&nbsp;</p>
<p>Im Vergleich zu ähnlichen Orten stechen folgende Stärken und Schwächen heraus:</p>
<p>Als <strong>Stärken</strong> der Stadt werden die öffentlichen Fahrräder bzw. das Fahrradverleihsystem, die Erreichbarkeit des Stadtzentrums sowie das zügige Radfahren bewertet. Als <strong>Schwächen</strong> werden hingegen die fehlenden Falschparkenkontrollen auf Radwegen, die mangelhafte Werbung für das Radfahren und die schlechten Ampelschaltungen für Radfahrende genannt.</p>
<p><strong>Wichtige Themen</strong> für die an der Befragung teilnehmenden Menschen sind vor allem die Akzeptanz als Verkehrsteilnehmende, das Sicherheitsgefühl und Hindernisse auf Radwegen.&nbsp;</p>
<p>Neben den standardisierten Rückmeldungen (siehe die zusammengestellten Ergebnisse am Ende dieses Artikels) nutzten viele Menschen auch die Möglichkeit, konkrete Kommentare im Freitextfeld zu hinterlassen. Diese Kommentare der Bürger*innen zur Fahrradsituation in Sankt Augustin zeichnen ein kritisches Bild. Während vereinzelte positive Aspekte wie das Vorhandensein erster Fahrradstraßen genannt werden, überwiegt deutlich die Kritik an der bestehenden Infrastruktur, der Verkehrsführung und der Sicherheit für Radfahrende. Die Anmerkungen lassen sich in mehrere Kernbereiche unterteilen:</p>
<h2>1. Infrastruktur und Zustand der Radwege</h2>
<ul class="listicon2"><li><strong>Schlechter Zustand:</strong> Viele Radwege sind zu schmal, holprig (z.B. durch Baumwurzeln) und in einem allgemein schlechten Zustand. Konkret wird die <i>Wehrfeldstraße</i> mehrfach als Beispiel für einen unangenehm zu befahrenden Weg genannt.</li><li><strong>Fehlende durchgehende Verbindungen:</strong> Radwege enden oft abrupt, führen ins Nichts oder zwingen Radfahrende zu gefährlichen Wechseln auf die Fahrbahn. Die Verbindungen nach Bonn und Siegburg werden als verbesserungswürdig angesehen, insbesondere die Strecke entlang der B56.</li><li><strong>Mangelnde Wartung:</strong> Die Reinigung der Radwege von Laub, Früchten oder nach dem Winter wird als unzureichend empfunden. Ebenso wird mangelnder Freischnitt von zugewachsenen Wegen kritisiert.</li></ul><h2>2. Verkehrsführung, Beschilderung und Sicherheit</h2><ul class="listicon2"><li><strong>Konflikte durch unklare Regelungen:</strong> Ein zentraler Kritikpunkt ist die Aufhebung der Benutzungspflicht für viele baulich vorhandene Radwege. Dies führt zu massiven Konflikten, da Autofahrer*innen die neue Regelung nicht kennen und Radfahrer*innen auf der Straße anhupen oder gefährden. Die <i>Alte Heerstraße</i> und der <i>Zedernweg </i>werden hier wiederholt als Problemzonen genannt.</li><li><strong>Gefährliche Straßenabschnitte:</strong> Mehrere spezifische Orte werden als besonders gefährlich eingestuft: <strong>(1)</strong> Die <i>Siegstraße</i> am Schulzentrum Menden wird wegen eines zu schmalen Schutzstreifens und zu schnell fahrender Autos als gefährlich für Schüler*innen empfunden. <strong>(2)</strong> Die <i>Bonner Straße</i>, insbesondere an Kreuzungen, wird als radfeindlich beschrieben. <strong>(3)</strong> Die Verkehrsführung an Kreisverkehren (z.B. <i>Rathausallee</i>) ist oft unklar und gefährlich.</li><li><strong>Fehlende Sicherheitsmaßnahmen:</strong> Es wird ein Mangel an baulich getrennten Radwegen beklagt. Nur aufgemalte Schutzstreifen werden als nicht ausreichend und nur "vorgegaukelte Sicherheit" angesehen. Farbliche Markierungen zur besseren Sichtbarkeit von Radwegen, wie in der <i>Pleistalstraße</i> in Birlinghoven, werden gefordert.</li><li><strong>Ampelschaltungen: </strong>Die Ampelschaltungen für Radfahrer*innen werden häufig als "diskriminierend" empfunden. Sie schalten zu früh auf Rot, haben lange Wartezeiten oder sind nicht aufeinander abgestimmt.</li></ul><h2>3. Miteinander im Verkehr und Rücksichtnahme</h2><ul class="listicon2"><li><strong>Gefährdung durch Autos:</strong> Radfahrende fühlen sich durch zu enges Überholen und allgemeine Rücksichtslosigkeit von Autofahrer*innen stark gefährdet.</li><li><strong>Falschparker*innen:</strong> Ein weit verbreitetes Ärgernis sind auf Rad- und Gehwegen geparkte Autos und E-Scooter. Die Bürger*innen haben den Eindruck, dass das Ordnungsamt hiergegen nicht konsequent genug vorgeht.</li><li><strong>Abstimmung mit anderen Radfahrer*innen:</strong> Auch das Miteinander verschiedener Radfahrer*innen wird thematisiert, insbesondere durch unterschiedliche Geschwindigkeiten auf engen Wegen, die kein sicheres Überholen ermöglichen.</li></ul><h2>4. Politik und Verwaltung</h2><ul class="listicon2"><li><strong>Kritik am politischen Willen:</strong> Viele Kommentierende empfinden die Radverkehrspolitik der Stadt als halbherzig und langsam ("Feigenblattcharakter"). Maßnahmen würden zu lange dauern und nicht mutig genug sein, um die Spielräume der neuen StVO auszunutzen.</li><li><strong>Forderung nach Priorisierung: </strong>Es gibt einen starken Wunsch nach einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Verkehrsplanung, die die Sicherheit von Kindern und vulnerablen Verkehrsteilnehmer*innen in den Mittelpunkt stellt.</li><li><strong>Mangelnde Kontrollen:</strong> Es wird gefordert, dass die Polizei Geschwindigkeiten, Abbiegevorgänge von LKW und vor allem den Überholabstand von 1,5 Metern konsequenter kontrolliert.</li></ul><p>Die Bürger*innen von Sankt Augustin wünschen sich eine sicherere und komfortablere Radinfrastruktur. Die Hauptforderungen sind klar definierte, baulich getrennte und gut instand gehaltene Radwege, eine verständliche und sichere Verkehrsführung sowie eine konsequente Durchsetzung der Verkehrsregeln zum Schutz von Radfahrenden. Die aktuelle Situation wird als stückwerkhaft und oft gefährlich empfunden, was zu erheblichem Frust und einem Gefühl der mangelnden Wertschätzung für den Radverkehr führt.</p>
<p>Die ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin hat viele der genannten Mängel bereits in einer <a href="https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/stellungnahme-zum-beitrag-der-stadt-sankt-augustin-vom-28042025" target="_blank">Stellungnahme</a> aufgegriffen und eingeordnet. Darin werden auch Qualitätsanforderungen für Radwegenetze benannt, die durchgehend, objektiv sowie subjektiv sicher und gut ausgebaut sind.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <guid isPermaLink="false">news-60693</guid>
                        <pubDate>Fri, 04 Jul 2025 08:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Wie sicher fühlen sich Radfahrende in der Stadt?</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/neuigkeit/wie-sicher-fuehlen-sich-radfahrende-in-der-stadt-3</link>
                        <description>Wie erleben Radfahrende Sicherheit im Stadtverkehr – und warum weichen sie manchmal von den Regeln ab? Dr. Rul von Stülpnagel gibt Einblicke in seine Forschung zu Risiken, Wahrnehmung und Konflikten auf unseren Straßen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Rul von Stülpnagel beschäftigt sich an der Universität Freiburg mit der Frage, wie Radfahrende Risiken im urbanen Raum wahrnehmen und was ihr Sicherheitsempfinden beeinflusst. Im Interview mit dem ADFC spricht der Kognitionswissenschaftler über die Unterschiede zwischen Rad- und Autofahrenden, die Ursachen von Regelverstößen und darüber, wie eine bessere Infrastruktur das Miteinander im Straßenverkehr fördern kann.</p>
<p><strong>Was ist genau Ihr Forschungsinteresse?</strong><br>Ich arbeite an der Uni Freiburg in der Abteilung für Kognitionswissenschaft – einem interdisziplinären Feld, das sich mit den Prozessen des Denkens, Wahrnehmens und Entscheidens beschäftigt. Mich faszinierte anfangs besonders die Frage, wie unsere Umwelt – konkret: städtische Räume – unser Verhalten und unser Empfinden beeinflusst. Als ich dann 2014 auf eine Onlinekarte stieß, in der Münchner:innen Gefahrenstellen im Radverkehr markierten, hat mich das nicht mehr losgelassen. Was genau machte eine Kreuzung aus Sicht der Radfahrenden so viel gefährlicher als eine andere – und zwar nicht vom Verkehr aus gesehen, sondern aufgrund der räumlichen Struktur vor Ort? Seither beschäftige ich mich intensiv mit Fragen der Risikowahrnehmung und Sicherheit im urbanen Radverkehr.</p>
<p><strong>Wie untersuchen Sie die subjektive Risikowahrnehmung beim Radfahren?</strong><br>Wir arbeiten mit verschiedenen Methoden. In Online-Umfragen können Menschen Orte markieren, die sie als gefährlich empfinden – das gibt erste Hinweise. In Bildexperimenten zeigen wir veränderte Straßenszenen und fragen nach dem subjektiven Sicherheitsgefühl. Besonders spannend sind Eye-Tracking-Studien; Radfahrende tragen dabei eine Brille, die aufzeichnet, wohin sie in einer Situation schauen. Durch das Eye-Tracking stellten wir fest: Je unsicherer sich Radfahrer:innen fühlen, desto weniger schauen sie voraus. Sie fahren langsamer, der Blick wird enger. Entspannter und vorausschauender fahren sie auf Strecken, an denen sie einen guten Überblick über die Verkehrssituation haben und beispielsweise durch eine durchgehende Hecke oder Mauer auf einer Seite geschützt sind.</p>

<p><strong>Welche Infrastruktur wird als sicher oder unsicher wahrgenommen?</strong><br>Von Radfahrenden wird fast durchweg Mischverkehr bei 50 km/h mit vielen Autos als besonders unangenehm und unsicher erlebt, vor allem wenn dann noch Schwerlastverkehr hinzukommt. Auf baulich getrennten Wegen fühlen sie sich hingegen am sichersten – vor allem, wenn diese klar von Fuß- und Autoverkehr abgegrenzt sind. Interessanterweise fühlen sich baulich getrennte Radwege auch für Autofahrer:innen gut und sicher an. Spannend ist: Einfache Radfahrstreifen, die nur durch Farbe vom Autoverkehr abgesetzt sind, verbessern das Sicherheitsgefühl der Autofahrenden mehr als das der Radfahrenden. Radfahrer:innen profitieren zwar auch, aber eben vergleichsweise weniger, vor allem, wenn die Streifen schmal sind und neben parkenden Autos verlaufen.&nbsp;</p>
<p><strong>Unterscheiden sich Rad- und Autofahrende in ihrer Risikowahrnehmung?</strong><br>Ja, grundlegend. Im Stadtverkehr ist die Wahrnehmung der Autofahrer:innen jene, dass sie selbst jemanden potenziell schädigen könnten. Die Radfahrenden sind diejenigen, die potenziell geschädigt werden könnten. Das ist natürlich ein riesiger Unterschied. Abgesehen davon ist die Risikowahrnehmung von Geschwindigkeiten unterschiedlich. Für Radfahrende sind 30 km/h schon sehr schnell, für Autofahrende ist das sehr langsam. Tempo 50 wird im Auto als sicher empfunden, Radfahrende, die von Autos mit 50 km/h überholt werden, empfinden das als unsicher. Autofahrende unterschätzen zudem häufig, wie belastend es für Radfahrende ist, wenn ein Auto knapp überholt. Umgekehrt erleben sie das Verhalten von Radfahrenden als gefährlich, etwa wenn sie sich zwischen den Autos durchschlängeln oder schnell noch ‚wo rüberziehen‘. Aus Sicht der Autofahrer erhöht dieses Verhalten das Risiko, dass sie die Radfahrenden übersehen und einen Unfall verursachen. Radfahrende versuchen hingegen auf diese Weise einfach besser durch volle Straßen zu kommen. Hier treffen zwei sehr unterschiedliche Perspektiven aufeinander.</p>
<p><strong>Woher kommen die teilweise vorherrschenden gegenseitigen Vorurteile oder auch die Wut der Verkehrsteilnehmenden aufeinander?</strong><br>Zum einen: Verkehr ist für viele grundsätzlich stressig. Wenn sich dann jemand – ob mit Rad oder Auto – „falsch“ verhält, wird das leicht auf die ganze Gruppe projiziert. Die eine Regelverletzung wird zur Begründung, alle anderen zu verurteilen. Dabei wollen die allermeisten niemanden gefährden. Die Wut entsteht zum anderen auch, weil sich unsere Städte über Jahrzehnte stark am Autoverkehr orientiert haben. Jetzt verändert sich das – mehr Menschen wollen Rad fahren, es gibt neue Regeln, Platz wird neu verteilt. Das sorgt für Reibung. Radfahrende stehen heute im Straßenverkehr im wahrsten Sinne des Wortes „dazwischen“ – zwischen den Autofahrenden, den parkenden Autos und den Fußgänger:innen. Sie fühlen sich zwischen den Rollen hin- und hergeworfen – mal sollen sie sich wie Autos, mal wie Fußgänger verhalten. Das schafft Frust auf allen Seiten. Und wenn dann auch noch der eigene Freiheitsanspruch bedroht scheint – sei es durch Stau, Zeitdruck oder das Gefühl, anderen scheint mehr erlaubt zu sein – dann entlädt sich das schnell in Wut. Verständlich, aber es zeigt: Wir müssen Verkehr neu denken – mit mehr Rücksicht füreinander.</p>
<p><strong>Was können die Verkehrsteilnehmenden tun, um für sich und andere die Lage zu entspannen?</strong><br>Wichtig ist Empathie: Also sich bewusst machen, wie sich Situationen für andere anfühlen. Radfahrende sollten etwa bedenken, wie sie auf Autofahrende oder Fußgänger:innen wirken, wenn sie plötzlich auf der Straße ausscheren oder auf Fußwege ausweichen. Autofahrende und Fußgänger:innen wiederum sollten nicht gleich böse Absicht unterstellen, wenn jemand auf der Straße beziehungsweise auf dem Fußweg fährt, statt auf dem Radweg – denn vielleicht ist der Radweg blockiert oder fühlt sich unsicher an. Ein kurzer Moment des Nachdenkens und in der Folge des rücksichtsvolleren Handelns oder ruhigeren Bewertens der Situation kann viel bewirken.</p>
<p><strong>Das passt zu Ihrem aktuellen Projekt „RULES“, bei dem Sie sich mit der Frage beschäftigen, warum Radfahrende mehr oder weniger oft gegen Verkehrsregeln verstoßen. </strong>Das Projekt ist mir ein Herzensanliegen. In den Medien und der Gesellschaft werden Radfahrende oft als aggressive Verkehrsteilnehmende dargestellt oder wahrgenommen, die Verkehrsregeln entweder aus Rücksichtslosigkeit oder aus mangelnder Regelkenntnis brechen. Dem wollen wir mit dem Projekt RULES auf den Grund gehen, dass wir gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München durchführen. Es wird vom Bundesverkehrsministerium aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplanes gefördert. Sich bei Regelverstößen vor allem auf die Person zu fokussieren und dabei die tatsächliche Situation außer Acht zu lassen, scheint uns zu kurz gegriffen. Wir gehen davon aus, dass viele der Regelverstöße als Reaktion auf eine Verkehrssituation entstehen, die von Radfahrenden als unsicher, unklar oder unzumutbar wahrgenommen wird. Aus Sicht der Person ist ein wissentlicher Verstoß gegen eine Verkehrsregel damit eine mehr oder weniger rationale Entscheidung. In diesem Fall hilft Aufklärung nur bedingt – sondern nur bessere Planung.</p>
<p><strong>Und wie finden Sie heraus, welche Regelverstöße begangen werden?</strong></p>
<p>Meine Erfahrung ist, dass viele Radfahrende ein durchaus großes Bedürfnis haben, nicht nur über erlittene, sondern auch über selbst begangene Regelverstöße zu berichten – gerade, weil es aus ihrer jeweiligen Sicht absolut rational oder unumgänglich erscheint, so zu handeln. Deshalb haben wir eine Crowdsourcing-Kampagne zu dem Thema gestartet: Über die Onlineplattform <a href="http://www.regelverstoesse.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.regelverstoesse.de</a> können Verkehrsteilnehmende jeder Art und anonym mit wenigen Klicks und freien Beschreibungen berichten, wo und vor allem warum es zu Regelverstößen im Radverkehr kommt. Wir hoffen, dass aus den Ergebnissen abgeleitet werden kann, wie Verkehrsräume und -regeln so gestaltet werden können, dass Regelverstöße seltener, und regelkonformes Verhalten einfacher werden – damit alle sicherer und entspannter an ihr Ziel ankommen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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