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            <title>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Sankt Augustin</title>
            <link>https://sankt-augustin.adfc.de</link>
            <description>RSS-Newsfeed mit Neuigkeiten, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Sankt Augustin</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Sankt Augustin</copyright>
            
            <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 11:11:07 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Wed, 15 Apr 2026 11:11:07 +0200</lastBuildDate>
            
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                        <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 11:42:29 +0100</pubDate>
                        <title>Radweg an der Konrad-Adenauer-Straße: ADFC fordert Verbesserungen</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/radweg-an-der-konrad-adenauer-strasse-adfc-fordert-verbesserungen</link>
                        <description>Der ADFC Sankt Augustin hat Sicherheitsmängel am Radweg der K 8 zwischen Hangelar und Bonn Hoholz gemeldet. Die Stadt Sankt Augustin reagiert konstruktiv – doch die entscheidenden Punkte liegen beim Rhein-Sieg-Kreis.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die Ortsgruppe Sankt Augustin des ADFC Bonn/Rhein-Sieg hat sich mit einem Schreiben an den Bürgermeister der Stadt Sankt Augustin, den Oberbürgermeister der Stadt Bonn sowie den Landrat des Rhein-Sieg-Kreises gewandt. Anlass ist eine Reihe von Sicherheitsmängeln und infrastrukturellen Defiziten am Fuß- und Radweg entlang der Konrad-Adenauer-Straße (K 8) zwischen Sankt Augustin Hangelar und Bonn Hoholz.&nbsp;</p>
<h2>Sieben konkrete Mängel wurden identifiziert</h2>
<ol class="listicon3"><li>Fehlender Radweg zwischen Fraunhofer-Einfahrt und Ortseingang Bonn Hoholz – Radfahrende müssen auf der K 8 fahren, auf der (Last-)Kraftfahrzeuge bis zu 100 km/h fahren dürfen</li><li>Verkehrszeichen durch Bewuchs verdeckt – aus Hoholz kommende Radfahrende übersehen den benutzungspflichtigen Radweg</li><li>Radwegweisung an nicht einsehbarem Standort – keine Orientierung für ortsunkundige Radfahrende</li><li>Widersprüchliche Verkehrsführung an einer Einmündung – rechtliche Unklarheit und vermeidbare Konflikte</li><li>Fehlender Entwässerungsgraben – Rinnsale auf dem Radweg führen bei Frost zu gefährlichen Eisflächen</li><li>Fehlende weiße Randmarkierungen – der Wegverlauf ist bei Dunkelheit und Nässe kaum erkennbar</li><li>Fehlende rot eingefärbte Radfurten an Einmündungen – entgegen dem Erlass des NRW-Landesverkehrsministeriums vom Juni 2025; eine Studie der Ruhr-Universität Bochum belegt, dass solche Markierungen Unfälle und Konflikte nachweislich reduzieren&nbsp;</li></ol><p>
</p><h2><br>Erste Verbesserungen zugesagt</h2>
<p>Die Stadt Sankt Augustin hat auf mehrere der gemeldeten Punkte bereits reagiert. Das durch Bewuchs verdeckte Verkehrszeichen sowie die ungünstig platzierte Radwegweisung sollen in den vom ADFC vorgeschlagenen Bereich versetzt werden; den Austausch der Radwegweisung übernimmt der Rhein-Sieg-Kreis. Zudem hat die Stadt klargestellt, dass die widersprüchlich wirkende Fahrbahnmarkierung an der betreffenden Einmündung keine rechtlich verbindliche Wirkung für die Fahrtrichtung entfaltet – Radfahrende dürfen dort also geradeaus in den gegenüberliegenden Weg einfahren.</p>
<h2><br>Wesentliche Punkte noch offen</h2>
<p>Der gravierendste Mangel – die fehlende Radwegverbindung zwischen der Einfahrt zu den Fraunhofer Instituten und dem Ortseingang Bonn Hoholz – liegt im Zuständigkeitsbereich des Rhein-Sieg-Kreises als Träger des Kreisstraßenbaus. Eine Rückmeldung des Kreises steht noch aus. Ebenfalls an den Kreis weitergeleitet wurden die Forderungen nach einem Entwässerungsgraben zur Beseitigung gefährlicher Eisflächen, nach weißen Randmarkierungen für bessere Sichtbarkeit bei Dunkelheit sowie nach rot eingefärbten Radfurten an den Einmündungen.</p>
<p><br>Der ADFC begrüßt die konstruktive Reaktion der Stadt Sankt Augustin und erwartet nun eine ebenso zügige Rückmeldung des Rhein-Sieg-Kreises. Für Radfahrende auf der K 8 bleibt die Situation bis dahin insbesondere auf dem ungesicherten Abschnitt ohne Radweg gefährlich.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <guid isPermaLink="false">news-65003</guid>
                        <pubDate>Mon, 01 Dec 2025 16:44:28 +0100</pubDate>
                        <title>Stellungnahme zur vorgesehenen Beendigung der Planung Ortsdurchfahrt Niederpleis</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/stellungnahme-zur-vorgesehenen-beendigung-der-planung-ortsdurchfahrt-niederpleis</link>
                        <description>Stellungnahme der ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin zu der vorgesehenen Beendigung der Planung für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Niederpleis</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der ADFC ist die größte Interessenvertretung für Radfahrende weltweit und hat mehr als 230.000 Mitglieder, davon knapp 8.000 beim ADFC Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg und ein paar hundert in der Ortsgruppe Sankt Augustin. Wir setzen uns für die Verkehrswende mit dem Fahrrad im Mittelpunkt und damit für mehr Klimaschutz, Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität ein.</p>
<h2>Die Hauptstraße genügt derzeit nicht den Anforderungen an eine verkehrssichere Straße</h2>
<p>Sicherheit und Leichtigkeit als verpflichtende Planungsgrundsätze sind derzeit für Verkehrsteilnehmende auf der Hauptstraße nicht gewährleistet. Die Gehwege erfüllen nicht durchgängig die Mindestbreiten und für Radfahrende gibt es weder einen baulich getrennten Radweg noch Schutzstreifen.</p>
<h2>Die vom Mobilitätsausschuss im Juni 2025 beschlossene Planung führt zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden</h2>
<p>Die vom Mobilitätsausschuss im Juni beschlossene Planung für die Hauptstraße <a href="https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/stellungnahme-der-adfc-ortsgruppe-sankt-augustin-zur-ortsdurchfahrt-niederpleis" target="_blank">verbessert die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden</a>. Die Gehwege sollen danach von teilweise weniger als 1,5 m auf vielfach 2,5 m verbreitert werden, oder es entsteht ein kombinierter Geh-/Radweg von 4,1 m Breite. Dies erlaubt auch Radfahren für unsichere Personengruppen. Andererseits soll es partiell einen baulichen Radweg und Schutzstreifen geben. Dies ermöglicht Autofahrenden ein sicheres Passieren von Radfahrenden.</p>
<h2>CDU, Aufbruch und FDP bevorzugen eine Deckschichtsanierung für den Komfort der Kraftfahrzeugführenden gegenüber der Verkehrssicherheit von Zufußgehenden und Radfahrenden</h2>
<p>Wer jetzt statt einer zukunftsorientierten verkehrssichereren Ortsdurchfahrt lediglich für eine Deckschichtsanierung votiert, asphaltiert die bestehenden Risiken für die vulnerablen Verkehrsteilnehmenden, nämlich Zufußgehende und Radfahrende. Wer es unterlässt die gebotenen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für diese Verkehrsteilnehmenden zu beschließen, macht sich mitschuldig, wenn diese bei einem Unfall, auf einer lediglich deckensanierten Hauptstraße, körperlich zu Schaden kommen.</p>
<h2>Verbannung von Radfahrenden aus der Hauptstraße für den Erhalt von Parkplätzen</h2>
<p>Allen Verkehrsteilnehmenden ist nach der Wertung des Gesetzgebers der ihnen gebührende Raum auf öffentlichen Straßen einzuräumen. Auch wenn die geplanten Verbesserungen für Radfahrende noch nicht optimal sind, so sind sie doch ein wichtiger Beitrag dafür, dass die Hauptstraße in größerem Umfang von Radfahrenden genutzt werden kann. Wer unter dem Vorwand, dass das geplante Angebot für Radfahrende nicht attraktiv sei, diese aus dem Ortskern von Niederpleis verbannt, um ihn zu einer „no-drive-area“ zu machen, will nicht die Verkehrssituation für die Allgemeinheit verbessern, sondern lediglich einzelne Parkplätze im öffentlichen Raum erhalten. Die Situation der Gewerbetreibenden wurde ergänzend berücksichtigt.<br>Radfahrende haben ein Recht darauf, geschützt die Hauptstraße befahren zu dürfen. Die <a href="https://ga.de/region/sieg-und-rhein/sankt-augustin/ortsdurchfahrt-niederpleis-anwohner-sind-gegen-die-geplante-umgestaltung-v1_aid-116526901" target="_blank" rel="noreferrer">Hoffnung der Mitbürgerin, einmal die Hauptstraße mit ihrem Dreirad nutzen zu können</a>, wird sich für sie nicht mehr erfüllen.</p>
<h2>Mobilitätswende und Klimaschutz müssen vor Ort anfangen</h2>
<p>Die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung haben die Aufgabe, vor Ort die Mobilitätswende zu ermöglichen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Damit die Nutzung des Fahrrades gesteigert und die des motorisierten Individualverkehrs abnehmen kann, müssen attraktive Radverkehrsverbindungen geschaffen werden. Diese müssen ein sicheres und komfortables Radfahren ermöglichen, so dass die Menschen zügig von A nach B kommen können. Nur dann kann das Fahrrad eine Alternative zu dem individuellen Kraftfahrzeugverkehr werden. Wer Radverkehrsanlagen abseits der Ortsdurchfahrt einrichten und damit Radfahrende aus dem Ortszentrum von Niederpleis fernhalten will, handelt radfahrfeindlich und sorgt dafür, dass Sankt Augustin eine radfahrunfreundliche Stadt wird, die umweltverträgliche Mobilität konterkariert.<br>Es ist übrigens <a href="https://difu.de/publikationen/2025/verkehrsberuhigung-und-einzelhandel-dann-wirds-laut" target="_blank" rel="noreferrer">belegt</a>, dass gerade Menschen, die ohne Auto unterwegs sind, den örtlichen Einzelhandel stärken.<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-63577</guid>
                        <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 23:13:57 +0200</pubDate>
                        <title>Verbesserungen für den Radverkehr auf der Siegstraße und am Schulzentrum Menden</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/verbesserungen-fuer-den-radverkehr-auf-der-siegstrasse-und-am-schulzentrum-menden</link>
                        <description>Die ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin nimmt hiermit Stellung zu jüngeren Forderungen hinsichtlich Verbesserungen für den Radverkehr auf der Siegstraße sowie am Schulzentrum Menden und zeigt konkrete Änderungsoptionen auf.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Siegstraße L 143 in Sankt Augustin (Menden) (Abschnitt Kreisverkehr „Meindorfer Straße“ bis Kreisverkehr „Am Bauhof“) ist sowohl Gegenstand des Bürgerantrags der Schulpflegschaft der Fritz-Bauer-Gesamtschule „<a href="https://sessionnet.owl-it.de/sankt-augustin/bi/getfile.asp?id=106162&amp;type=do" target="_blank" rel="noreferrer">Sichere Schulwege am Schulzentrum Menden für den Fuß- und Radverkehr</a>“ als auch der <a href="http://files.cargocollective.com/c1833/Fahrraddemo.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">Aktion der Bürgerinitiative „Menden Clean UP“</a>. Beide Initiativen bemängeln die bislang unzureichende Fahrradinfrastruktur auf der Siegstraße, insbesondere für junge Radfahrende. Der Bürgerantrag kritisiert darüber hinaus den Hol- und Bringverkehr im Umfeld des Schulzentrums. Am 23.09.2025 wurde im Mobilitätsauschuss ein Überblick über das schulische Mobilitätsmanagement gegeben sowie eine <a href="https://sessionnet.owl-it.de/sankt-augustin/bi/getfile.asp?id=107352&amp;type=do" target="_blank" rel="noreferrer">Beantwortung von Fragen des o.g. Bürgerantrags</a> vorgenommen.<br>Die ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin unterstützt die beiden Anliegen ausdrücklich und möchte hiermit konkrete und gebündelte Änderungsoptionen aufzeigen. Im Schnitt <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_N043_46241.html" target="_blank" rel="noreferrer">verunglückt in Deutschland alle 19 Minuten ein Kind im Straßenverkehr</a>. Jedes Kind, dass im Straßenverkehr verletzt oder getötet wird, ist eines zu viel. Die ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin steht hinter der Forderung, Verkehrsunfälle insbesondere von jungen Menschen gänzlich zu vermeiden (Vision Zero/Null Todesopfer und Schwerverletzte). Eine <a href="https://www.adfc.de/artikel/71-prozent-fuer-bessere-schulradwege" target="_blank">Umfrage des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft (INFAS) im Auftrag des ADFC</a> zeigt, dass mehr Eltern ihre Kinder mit dem Rad zur Schule schicken oder zu Fuß gehen lassen würden, wenn die Schulwege sicherer wären (dies befürworten mit 77% mehr als drei Viertel der Bevölkerung). Mit 71% halten die meisten der Befragten breitere und vom Autoverkehr getrennte Radwege für die richtige Maßnahme, um Schulwege sicherere zu gestalten. Vor diesem Hintergrund stellen infrastrukturelle Maßnahmen einen zentralen Baustein dafür da, um Mobilitätsalternativen zur eröffnen. Derzeit verfügt die Siegstraße im fraglichen Abschnitt über kein durchgehendes und sicheres Radwegenetz. Auch die bestehenden Radwegenetzanteile sind stark verbesserungswürdig und genügen nicht den Anforderungen an eine sichere Mobilität insbesondere junger Menschen.&nbsp;<br>Vom Kreisverkehr „Meindorfer Straße“ kommend existiert ein benutzungspflichtiger Einrichtungs-Hochbord-Radweg, welcher in der Höhe „Von-Ketteler-Straße“ jedoch abrupt und ohne sichere Führung auf die Siegstraße endet. Benutzungspflichtige Hochbordradwege existieren beidseitig zwischen „Raiffeisenstraße“ und Kreisverkehr „Am Bauhof“. Beide Radwege entsprechen jedoch nicht mehr dem Standard: Sie sind zu schmal, weisen einen zu engen Kurvenradius an den Parkbuchten auf, liegen in der „Dooring“-Zone von parkenden Autos oder sind durch Baumwurzelaufbrüche stark beschädigt. Vor allem die Führung auf die Fahrbahn in Höhe der „Raiffeisenstraße“ Richtung Süden ist in der derzeitigen Form fahrlässig und nicht akzeptabel. Und schließlich existiert ein Schutzstreifenabschnitt etwa von der Martinstraße bis zum Kreisverkehr Meindorfer Straße. Dieser führt am Kreisverkehr „Meindorfer Straße“ sowohl auf den freigegebenen Gehweg als auch auf die Fahrbahn.&nbsp;<br>Um die Sicherheit für den Radverkehr insgesamt zu erhöhen, spricht sich der ADFC für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer auf dem gesamten innerstädtischen Abschnitt zwischen Abschnitt Kreisverkehr „Meindorfer Straße“ bis Kreisverkehr „Am Bauhof“ aus (derzeit nur zeitlich begrenzt im Umfeld des Schulzentrums Menden). Der ADFC appelliert dafür, den bestehenden rechtlichen Rahmen voll auszuschöpfen (Stichwort: hochfrequentierter Schulweg, Lärmschutz).&nbsp;<br>Darüber hinaus spricht sich der ADFC grundsätzlich für eine getrennte Führung von Radverkehr und motorisiertem Individualverkehr aus (Radfahrstreifen, bestenfalls geschützt). Gleichwohl erkennt der ADFC an, dass die Siegstraße stellenweise schmal verläuft und kurzfristig nur Kompromisslösungen zulässt. Eine Kompromisslösung wäre dann, beidseitige Schutzstreifen in Verbindung mit Tempo 30 auf den Abschnitten der Siegstraße anzuordnen, die die nötige Breite für die Einrichtung von Radfahrstreifen nicht erlauben und bislang noch keine entsprechende Markierung aufweisen. Dort, wo die Fahrbahnbreite es hingegen zulässt, sollten Radfahrstreifen (bestenfalls mit schützenden Elementen) eingerichtet werden. Ein solcher Abschnitt besteht aus Sicht des ADFC zwischen Kreisverkehr Meindorfer Straße und Von-Ketteler-Straße. Die Fahrbahnbreite beträgt dort 8,50 m. Der derzeitige einseitige Schutzstreifen hat dort inkl. Markierung eine Breite von 1,49 m. Der Radweg in die andere Richtung verläuft auf diesem Stück auf dem beschriebenen Hochbordradweg. Der ADFC ist der Ansicht, dass auf dem genannten Abschnitt der Siegstraße ein einseitiger Radfahrstreifen mit einer Mindestbreite von 2 m angeordnet werden könnte. Auch in der <a href="https://sessionnet.owl-it.de/sankt-augustin/bi/getfile.asp?id=107352&amp;type=do" target="_blank" rel="noreferrer">Antwort der Verwaltung auf den Bürgerantrag</a> wird diese Möglichkeit gesehen.<br>Mittelfristig könnte im Abschnitt zwischen „Raiffeisenstraße“ und „Am Bauhof“ durch eine Umwidmung von Parkplätzen eine Begradigung und Verbreiterung des Hochbordradwegs auf beiden Seiten erfolgen, da dieser Abschnitt eine hinreichende Breite dafür aufweist.&nbsp;<br>Die Straße „Auf dem Acker“ sollte aus Sicht des ADFC zu einer Schulstraße umgewidmet werden mit zeitlicher Durchfahrtsbeschränkung (Anwohnende ausgenommen). Auch der Parkplatz in der Nähe der Siegstraße, welcher während der Schulzeit eigentlich nur durch Lehrkräfte genutzt werden darf, bedarf einer wirkungsvollen Zufahrtsbeschränkung, um den dort sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortbewegenden jungen Menschen hinreichend Schutz zu bieten. Eine feste Schrankenanlage in Kombination mit einfachen modalen Filtern würde diesen Zweck erfüllen und könnte außerhalb der Schulzeiten problemlos geöffnet bleiben (insb. mit Blick auf die Nutzung der Sporthalle und des Schwimmbades). Eine <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/elterntaxis-ade-erste-schulstrasse-in-schleswig-holstein,schulstrasse-104.html" target="_blank" rel="noreferrer">niedrigschwellige Anlage wurde beispielsweise jüngst in Schleswig-Holstein installiert</a> und kann als Beispiel dienen. Der ADFC ist der Ansicht, dass eine solche Lösung nicht von vornherein ausgeschlossen werden sollte – wie aus der <a href="https://sessionnet.owl-it.de/sankt-augustin/bi/getfile.asp?id=107352&amp;type=do" target="_blank" rel="noreferrer">Antwort der Verwaltung</a> hervorgeht, zumal es mittlerweile auch in NRW mit den bislang knapp 50 Schulstraßen genügend positive Erfahrungen in Kombination mit zeitlichen Zufahrtsbeschränkungen gibt. Der ADFC begrüßt die Schaffung einer separaten Wegeführung für Schüler:innen zwischen Siegstraße und Schulgelände. Gleichwohl dürfte eine bloße Markierung – wie in der <a href="https://sessionnet.owl-it.de/sankt-augustin/bi/getfile.asp?id=107352&amp;type=do" target="_blank" rel="noreferrer">Antwort der Verwaltung</a> vorgeschlagen – dem nur ungenügend nachkommen, da diese das Überfahren und Parken von PKWs nicht wirkungsvoll unterbindet. Daher bräuchte es dort zusätzlich schützender Elemente bzw. modaler Filter.</p>
<p><br><strong>Zusammengefasste Forderungen des ADFC für die Siegstraße sowie das Schulzentrum in Menden:</strong></p><ul class="listicon2"><li>Durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer</li><li>Radfahrstreifen als Standard – beidseitige und durchgehende Schutzstreifen nur dort, wo geringere Fahrbahnbreite</li><li>Einrichtung einer Schulstraße in der Straße „Auf dem Acker“</li><li>Zufahrtsbeschränkung zum Parkplatz an der Siegstraße inkl. sicherer Querung zum Schulzentrum für Fuß- und Radverkehr</li><li>Begradigung und Verbreiterung des beidseitigen Hochbordradweges</li></ul><p>Die ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin steht gerne für weitergehende Überlegungen sowie auch im Rahmen eines Ortstermines zur Neu- bzw. Umplanung der Fahrradinfrastruktur auf der Siegstraße und am Schulzentrum Menden zur Verfügung.<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <guid isPermaLink="false">news-61046</guid>
                        <pubDate>Tue, 22 Jul 2025 11:48:00 +0200</pubDate>
                        <title>Kommunalwahlen 2025: Mobilitätswende konsequent umsetzen!</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/kommunalwahlen-2025-mobilitaetswende-konsequent-umsetzen-1</link>
                        <description>Düsseldorf, 22. Juli 2025
Nr. 12/25</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen appelliert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) NRW an alle Parteien und Kommunalpolitiker:innen, die Mobilitätswende in der kommenden Legislaturperiode als zentralen Baustein für klimafreundliche und lebenswerte Städte und Gemeinden&nbsp; entschlossen voranzutreiben.</strong></p>
<p>Die Mobilitätswende ist unerlässlich, um die Klimaziele zu erreichen und die Lebensqualität in unseren Städten und Kommunen zu steigern. Der ADFC NRW betont, dass durch eine konsequente Förderung des Radverkehrs und die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs gewinnbringende Veränderungen für alle erzielt werden können. Die Potenziale sind erwiesenermaßen groß. Laut einer Studie des Frauenhofer Instituts ist eine Verdreifachung des Radverkehrs bis 2035 in Deutschland möglich.</p>
<p>Dass die Mobilitätswende gelingen kann, zeigen kürzlich veröffentlichte Daten der deutschlandweiten Studie „Mobilität in Deutschland“ (MiD). In einigen Kommunen in Nordrhein-Westfalen ist die Transformation der Mobilität bereits im Gange. Dazu zählt zum Beispiel Bonn. In der Bundesstadt sind die Menschen zunehmend mehr mit dem Rad (+ 6 %, ggü. 2017), zu Fuß (+4 %) oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. In Bonn werden 71% der Wege zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV (zusammengenommen der sogenannte „Umweltverbund“) zurückgelegt. Damit ist Bonn nah am selbstgesteckten Ziel, bis 2030 einen Umweltverbunds-Anteil von 75% zu erreichen. Auch andere Kommunen mit einer regionalen Schwerpunkterhebung wie zum Beispiel Brühl oder Aachen konnten im Vergleich zur vergangenen MiD-Erhebung (2017) einen deutlichen Zuwachs des Umweltverbunds verzeichnen.</p>
<p>Unterstrichen werden die Ergebnisse der MiD von der repräsentativen Befragung „Fahrrad-Monitor“ (2023). Darin gaben 46 % der Befragten an, dass sie in Zukunft gerne häufiger mit dem Fahrrad oder Pedelec unterwegs sein wollen. Umso wichtiger ist aber ein konsequenter Ausbau der Radinfrastruktur. Zwei von Fünf der Befragten geben an, sich oftmals nicht sicher zu fühlen. Insbesondere im Mischverkehr bei hohen Kfz-Geschwindigkeiten fühlen sich Radfahrende unsicher, meiden diese Wege oder steigen erst gar nicht aufs Rad.</p>
<h2 class="text-justify"><strong>Der ADFC NRW appelliert an Kommunen, Lücken im Radwegenetz zu schließen</strong></h2>
<p>Ein durchgehendes und sicheres Radwegenetz ist die Basis für einen gut funktionierenden Radverkehr. Der ADFC NRW appelliert an die Kommunen, folgende Maßnahmen in der zukünftigen Gestaltung der Radverkehrsplanung im Sinne einer lebenswerten Stadt und sozialverträglichen Mobilität zu berücksichtigen:</p><ul class="listicon2"><li><p class="text-justify"><strong>Lückenschlüsse</strong> im lokalen und übergeordneten Radwegenetz mit Hilfe von Sofortmaßnahmen vornehmen (vgl. Leitfaden „Sofortmaßnamen“ der AGFS NRW)</p></li><li><p class="text-justify">Sichere ganzjährige Befahrbarkeit bestehender Radwege durch Pflege und <strong>Sanierung sicherstellen</strong></p></li><li><p class="text-justify">Die <strong>Umverteilung des öffentlichen Raums </strong>zugunsten des Umweltverbunds konsequent und mutig vorantreiben</p></li></ul><h2 class="text-justify"><strong>Als Sofortmaßnahmen für mehr Verkehrssicherheit empfiehlt der ADFC NRW:</strong></h2><ul class="listicon2"><li><p class="text-justify"><strong>Falschparkende</strong> auf Geh- und Radwegen sowie in Kreuzungsbereichen konsequent und zeitnah entfernen</p></li><li><p class="text-justify">Mehr <strong>Tempo 30-Zonen einführen</strong> (nach StVO-Reform/Verwaltungsvorschrift zur StVO Novelle April 2025)</p></li><li><p class="text-justify">Mehr <strong>Schulstraßen einrichten</strong> (nach Schulstraßenerlass des Landes NRW)</p></li></ul><p>Kommunen sollten neben einer kindgerechten Mobilität (Schulstraßen) unbedingt auch an eine altersgerechte Mobilität denken. Denn laut MiD (2023) sind zunehmend mehr ältere Menschen mit dem Rad unterwegs und legen weitere Distanzen zurück. Der aktuelle Leitfaden „Mit Nahmobilität zur altersgerechten Kommune“ der AGFS NRW gibt Kommunen dafür das notwendige Handwerkszeug an die Hand.</p>
<h2 class="text-justify"><strong>Der ADFC NRW fordert das Land NRW auf, die Kommunen bei der Radverkehrsförderung zu unterstützen</strong></h2>
<p>Die Kommunen benötigen verlässliche und ausreichende finanzielle Mittel, um die Fahrradinfrastruktur auszubauen und zu erhalten. Deshalb fordert der ADFC NRW vom Land Nordrhein-Westfalen:</p><ul class="listicon2"><li><p class="text-justify"><strong>Eine Verdoppelung der Investitionen</strong> des Landes in Radinfrastruktur auf einen Euro pro Kopf und pro Monat</p></li><li><p class="text-justify">Transparente und langfristige <strong>Finanzierungszusagen</strong></p></li><li><p class="text-justify">Eine übersichtliche <strong>Fördermittel-Plattform</strong>, um den Kommunen den Zugang zu Fördermitteln zu erleichtern</p></li></ul><p>„<i>Die Kommunalwahl 2025 ist eine Weichenstellung für die Mobilität der Zukunft in Nordrhein-Westfalen. Daten aus aktuellen Studien zur Mobilität zeigen, dass ein Wandel hin zu mehr Lebensqualität und einer besseren Klimabilanz machbar ist. Wer es ernst meint mit der Mobilitätswende, muss jetzt handeln! Wir fordern von allen Kandidierenden, sich für ein sicheres und durchgängiges Radwegenetz stark zu machen. Von einer klimafreundlichen und damit zukunftsfähigen und lebenswerten Kommune profitieren alle</i>“, erklärt Susanne Niemann, Landesvorsitzende des ADFC NRW.</p>

<p>Weitere Informationen:</p><ul class="listicon2"><li>Potenziale des Radverkehrs für den Klimaschutz und für lebenswerte Städte und Regionen: <a href="https://www.adfc.de/artikel/der-radverkehr-und-sein-potenzial-in-deutschland" target="_blank">https://www.adfc.de/artikel/der-radverkehr-und-sein-potenzial-in-deutschland</a></li><li>Mobilität in Deutschland (MiD) 2023: <a href="https://www.mobilitaet-in-deutschland.de/publikationen2023.html" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.mobilitaet-in-deutschland.de/publikationen2023.html</a></li><li>Fahrradmonitor 2023: <a href="https://www.sinus-institut.de/media-center/studien/fahrradmonitor" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.sinus-institut.de/media-center/studien/fahrradmonitor</a></li><li>Leitfaden „Sofortmaßnahmen“ der AGFS NRW: <a href="https://campus.agfs.nrw/ilias.php?baseClass=ilrepositorygui&amp;cmd=sendfile&amp;ref_id=2866" target="_blank" rel="noreferrer">https://campus.agfs.nrw/ilias.php?baseClass=ilrepositorygui&amp;cmd=sendfile&amp;ref_id=2866</a></li><li>Leitfaden „Mit Nahmobilität zur altersgerechten Kommune“ der AGFS NRW: <a href="https://campus.agfs.nrw/ilias.php?baseClass=ilrepositorygui&amp;cmd=sendfile&amp;ref_id=3441" target="_blank" rel="noreferrer">https://campus.agfs.nrw/ilias.php?baseClass=ilrepositorygui&amp;cmd=sendfile&amp;ref_id=3441</a></li></ul><p>[C1]<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Wed, 14 May 2025 07:11:00 +0200</pubDate>
                        <title>Stellungnahme zum Beitrag der Stadt Sankt Augustin vom 28.04.2025</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/stellungnahme-zum-beitrag-der-stadt-sankt-augustin-vom-28042025</link>
                        <description>Stellungnahme der ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin zum Beitrag „Geisterradler gefährden sich und andere!“ der Stadt Sankt Augustin vom 28. April 2025.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Am 28. April 2025 wurde auf der Homepage der Stadt Sankt Augustin ein Beitrag mit dem Titel <a href="https://www.sankt-augustin.de/geisterradler-gefaehrden-sich-und-andere/" target="_blank" rel="noreferrer">„Geisterradler gefährden sich und andere!“</a> veröffentlicht. Dazu nimmt die ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin wie folgt Stellung.</p>
<p><br>Dass Radfahrende sich an bestehende Verkehrsregeln zu halten haben, ist aus Sicht des ADFC unstrittig und unterstützenswert. Zugleich stellt sich jedoch die Frage, warum es dazu einer spezifischen Meldung bedarf. Denn insgesamt klärt der Beitrag nicht über die zugrunde liegende Daten- und Argumentationsgrundlage auf. Wird es zukünftig auch jeweils Meldungen geben, dass sich Autofahrende oder Zufußgehende regelkonform zu verhalten haben?<br>Viel problematischer ist allerdings, dass die Ursachen für das Missachten von Verkehrsregeln in dem Beitrag überhaupt nicht thematisiert werden. Deren Berücksichtigung dient nicht etwa einer pauschalen Legitimation von Fehlverhalten, sondern einer korrekten und differenzierten Darstellung. In der vorliegenden Form liest sich die Meldung der Stadt Sankt Augustin so, als handle es sich hier ausschließlich um individuelle Fehlentscheidungen von Radfahrenden, die durch Achtung der Regelungen der Straßenverkehrsordnung einfach korrigiert werden können. Dabei wird jedoch völlig ausgeblendet, dass häufig die fehlende oder mangelhafte Infrastruktur dazu beiträgt, dass sich Radfahrende so verhalten (z.B. Gehwege nutzen oder Radwege in die falsche Richtung fahren). Auch sogenannte Alleinunfälle haben als <a href="https://www.adfc.de/artikel/radfahrende-stuerzen-haeufiger-adfc-fordert-bessere-radwege" target="_blank">Hauptursache mangelhafte Infrastruktur</a>.<br>Der <a href="https://www.adfc.de/pressemitteilung/destatis-zahl-der-getoeteten-radfahrenden-steigt-adfc-fordert-sichere-radwege" target="_blank">ADFC-Bundesverband hat jüngst</a> auf Basis von aktuellen <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/04/PD25_N020_461.html" target="_blank" rel="noreferrer">Destatis-Daten</a> darauf hingewiesen, dass mit zunehmendem Radverkehr auch eine Häufung von Unfällen einhergeht, weil die Infrastruktur hinter diese Entwicklung immer noch weit zurückfällt. Wenn Radfahrende dann trotz Verbot aus Mangel an Alternativen auf den Fußweg ausweichen, dann häufen sich dort die Unfälle. Während Radfahrenden bei Unfällen mit Zufußgehenden in 57,0 % der Fälle die Hauptschuld angelastet wurde, tragen demgegenüber Radfahrende bei Unfällen mit Autofahrenden lediglich in 24,7 % der Fälle die Hauptschuld (bei Unfällen mit Güterkraftzeugen sind es nur noch 20,9 %). Am häufigsten sind in 70,7 % der Fälle Autofahrende in Fahrradunfälle verwickelt, mit der zuvor dargelegten Hauptschuld. Bei weiter zunehmendem Radverkehr werden auch die Unfallzahlen weiter steigen. Ähnliches ist offenbar – folgt man der Meldung der Stadt Sankt Augustin – auch in Sankt Augustin zu beobachten. Infrastrukturelle Mängel zeigen sich aus Perspektive von Radfahrenden vor allem dadurch, dass (1.) Radwege inkonsistent geführt werden, (2.) Radfahrmöglichkeiten zwar formal vorhanden sind, aber aufgrund fehlender subjektiver Sicherheit wenig akzeptiert werden (insb. Fahren auf der Fahrbahn mit oder ohne Schutzstreifen) oder (3.) Radwegeführungen nicht verstanden werden. Dazu ein paar konkrete Beispiele vor Ort (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):</p><ul class="listicon2"><li><strong>Inkonsistente Führung:</strong> Von der Siegstraße kommend in Richtung Arnold-Janssen-Straße muss am Kreisverkehr (Höhe Freibad) die Seite gewechselt werden. In Höhe der Frida-Kahlo-Schule hört der Radweg dann auf und die Seite muss erneut gewechselt werden.</li><li><strong>Fehlende subjektive Sicherheit:</strong> Von der Rathausallee kommend existiert entlang der Südstraße Richtung Bonner Straße kein Radweg. Das Hochboard ist ausschließlich Zufußgehenden vorbehalten, Radfahrende müssen die Fahrbahn nutzen. Aufgrund des Sicherheitsrisikos nutzen Radfahrende hier sehr häufig trotz Verbot den Gehweg. Ein weiteres Beispiel stellt der Abschnitt auf der Bonner Straße, von der Sandstraße Richtung Wehrfeldstraße fahrend, dar. Hier ist das Hochboard seit einiger Zeit ausschließlich Zufußgehenden vorbehalten, Radfahrende müssen hier trotz sehr hohem PKW-Verkehrsaufkommen auf der Fahrbahn fahren.</li><li><strong>Radwegeführung wird nicht verstanden:</strong> Auf der Lindenstraße Richtung Alte Heerstraße ab der Nonnenstrombergstraße gibt es ein Schild „Fußweg“. Früher war dort ein „Fuß- und Radweg“-Schild. Aufgrund der baulichen Situation ist der alte Radweg ein benutzbarer „anderer Radweg“, dessen Bedeutung allerdings kaum jemand kennt (baulich erkennbarer, nicht benutzungspflichtiger Radweg). Weder kommuniziert die Stadt, das dort ein „anderer Radweg“ ist, noch erläutert sie, was dort möglich wäre, z.B. durch das Anbringen von Fahrradpiktogrammen.</li></ul><p>Die ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin unterstützt das Anliegen, Verkehrsunfälle von Radfahrenden sowie auch anderen Verkehrsteilnehmenden gänzlich zu vermeiden (Vision Zero/Null Todesopfer und Schwerverletzte), würde sich jedoch zukünftig wünschen, dass dabei auf undifferenzierte und individualisierende Verantwortungszuschreibungen verzichtet wird. Stattdessen bedarf es einer fehlerverzeihenden Infrastruktur, die allen Verkehrsteilnehmenden zugutekommt. Qualitätsanforderungen für Radwegenetze – die durchgehend, objektiv sowie subjektiv sicher und gut ausgebaut sind – hat der <a href="https://www.adfc.de/artikel/qualitaetsanforderungen-fuer-radwegenetze" target="_blank">ADFC-Bundesverband bereits formuliert</a>. Die ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin steht vor diesem Hintergrund gerne zur Erläuterung der genannten Beispiele oder für Überlegungen zur Neu- bzw. Umplanung von Infrastruktur zur Verfügung.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <guid isPermaLink="false">news-59013</guid>
                        <pubDate>Fri, 11 Apr 2025 14:31:43 +0200</pubDate>
                        <title>Auf zehn Velorouten sicher und komfortabel durch Bonn</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/auf-zehn-velorouten-sicher-und-komfortabel-durch-bonn-1-1</link>
                        <description>ADFC und Radentscheid für Ausbau durchgängiger und gut markierter Velorouten</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>ADFC und Radentscheid in Bonn haben ein Veloroutennetz entwickelt, das den Radverkehr in Bonn schneller und sicherer machen soll. Zehn Routen bilden das Rückgrat für ein übergeordnetes Netz. Dieses würde sichere und komfortable Verbindungen zwischen den Stadtteilen und direkte Verbindungen zu den Pendlerrouten zum Rhein-Sieg-Kreis schaffen. Zudem werden Konflikte</strong> <strong>mit anderen Verkehrsträgern verringert. Die Vorschläge wurden in intensivem Austausch mit Aktiven aus Radentscheid Bonn und ADFC Bonn/Rhein-Sieg erarbeitet.&nbsp; Radentscheid und ADFC suchen sowohl die Unterstützung der Parteien als auch von wichtigen Akteuren in der Stadtgesellschaft.</strong></p>
<p>„In den letzten Jahren sind viele notwendige Verbesserungen für den Radverkehr erreicht worden. Gleichzeitig sind wir weit entfernt von den Zielen, die sich der Rat zum Radentscheid zu eigen gemacht hat. Deshalb ist es jetzt Zeit für einen Strategiewechsel“, sagt der Verkehrspolitische Sprecher des ADFC in Bonn, Gerd Billen. „Wir sind weit entfernt von einem attraktiven Netz. Statt an vielen isolierten Stellen Radspuren, Fahrradstraßen und Radwege einzurichten, brauchen wir attraktive Routen, die den Radverkehr anziehen“, sagt Sonja Thiele, Sprecherin des Radentscheids.</p>
<p>„Wir haben zwar mehr Fahrradstraßen. Wichtig ist aber, dass die Radfahrer ein Netz erkennen können. Bestehende Streckenabschnitte leiden nicht nur unter ihrer teils schlechten Qualität und den Gefährdungen an Kreuzungen. Sie sind vor allem nicht verbunden“, kritisiert Billen. Deshalb fordern ADFC und Radentscheid, dass sich Politik und Verwaltung darauf konzentrieren, dieses Veloroutennetz prioritär umzusetzen.</p>
<p>Für ADFC und Radentscheid könnte das Veloroutennetz ein Meilenstein zur Entwicklung des Radverkehrs werden. „Es gibt nur wenige Routen in Bonn, auf denen das Radfahren richtig Spaß macht. Aber die Menschen müssen erleben können, wie einfach, sicher und zügig Radfahren sein kann“, so Steffen Schneider, Aktiver beim Radentscheid. Wie solche Routen aussehen könnten, zeige sich teilweise auf der verbreiterten Radstrecke durch die Rheinaue in Beuel, entlang der Bahnstrecken durch Bonn, auf dem neuen Teilstück des Rheinradweges in Niederdollendorf und auf der Pendlerroute zwischen Bonn-Dransdorf und Bornheim. „Das muss der Standard sein, damit alle, die das wollen – also auch Ungeübte –, das Rad für die individuelle Mobilität nutzen können“, so Schneider.</p>
<p>Bislang setze die Stadt vorrangig auf Einzelmaßnahmen, oft im Zusammenhang mit Kanal- oder Straßensanierungen. „Wir glauben, dass Politik und Verwaltung sich auf die Entwicklung eines Netzes von zehn Veloroutenkonzentrieren sollte“, betont der 2. Verkehrspolitische Sprecher des ADFC, Frank Begemann. „Unabhängig von Kanalbau oder der notwendigen Sanierung von Fahrbahnen soll die Stadt mit diesen Velorouten nun vorrangig beginnen, um das Radnetz zu entwickeln“, so Begemann. „Wenn das beschlossene Radnetz zunächst mit diesen zehn Velorouten begonnen wird, erwarten wir, dass die Menschen den Gedanken eines Netzes für den Radverkehr wirklich erkennen können und diese Velorouten verstärkt nutzen.“</p>
<p>Das Veloroutennetz von ADFC und Radentscheid baut auf dem im Dezember 2023 vom Stadtrat beschlossenen Radroutennetz mit Pendler- und Hauptrouten auf. Dabei haben die beiden Verbände zehn Hauptrouten definiert, die insbesondere Standorte von Schulen, Uni-Instituten und Umsteigemöglichkeiten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) berücksichtigen. Die Velorouten vermeiden Konfliktpunkte mit anderen Verkehrsarten weitgehend. Die Routen sollen durchgängig und leicht verständlich beschildert werden. ADFC und Radentscheid haben die Routen im Konzept farblich markiert und wie einen U-Bahn-Plan visualisiert. Die Routen sind zudem wie U-Bahnen verknüpft, so dass man von der einen zur anderen Route wechseln kann, um zum Ziel zu kommen.</p>
<p>ADFC und Radentscheid richten sich mit dem Veloroutennetz nicht nur an Politik und Verwaltung, sondern suchen auch den Dialog mit anderen Verkehrsträgern und Interessensverbänden. „Da der Verkehrsraum begrenzt ist, wird es Kompromisse geben müssen“, so Gerd Billen. „Dabei wird es um Interessenausgleich gehen. Wir sind zuversichtlich, dass uns das gelingt.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <guid isPermaLink="false">news-59012</guid>
                        <pubDate>Sat, 15 Mar 2025 09:39:26 +0100</pubDate>
                        <title>2750 Besucher kamen zur Rad+Freizeit 2025</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/2750-besucher-kamen-zur-rad-freizeit-2025-1-1</link>
                        <description>Sehr gutes Feedback von Besuchern und Ausstellern</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Top-Besucherzahl trotz Top-Wetter: Sehr zufrieden ist der ADFC Bonn /Rhein-Sieg mit dem Ergebnis der 24. Auflage seiner Radtouristikmesse Rad+Freizeit am vergangenen Sonntag, 9. März, im Rhein Sieg Forum in Siegburg. „Wir hatten rund 2750 Besucher auf der Messe, das Interesse an den Reiseangeboten, den Regionen und der Fahrradtechnik war enorm“, sagte Messechef Jörn Frank am Donnerstag. „Dass trotz des frühlingshaften Wetters, das viele Radler und Spaziergänger zu Ausflügen verleitet, so viele Besucher gekommen sind, freut uns sehr. Vor allem in den ersten drei Stunden war der Besucherandrang enorm.“</p>
<p>Die Aussteller und die Vertreter der Partnerregion Elsass lobten besonders, dass die Besucher nach konkreten Angeboten fragten und Reisepläne äußerten. Auch Aussteller, die zum ersten Mal in Siegburg dabei waren wie die Tourismusregion Inn-Salzach in Bayern, der Fahrradhersteller Idworx, der Anhängerhersteller Carryfant und der Bike-Spezialist Veloland lobten das konkrete Interesse der Besucher und wollen im nächsten Jahr wiederkommen. Marc Lévy, Tourismusdirektor des Elsass, war ebenso überrascht von dem großen Interesse: Mehr als zehn Mitarbeiter des Elsass-Stands informierten ohne Unterbrechung die Besucher. Lévy: „Das Elsass und das Rheinland sind nicht nur durch den Rhein und den Rheinradweg verbunden: Wir teilen auch ähnliche Vorlieben wie gutes Essen, guter Wein und das Radfahren. Das spürt man.“</p>
<p>Über 90 Aussteller – Radregionen, Reiseveranstalter, Fahrradanbieter und Ausrüster – hatten sich auf der Messe präsentiert. Dazu kamen 13 Vorträge von Weltenbummlern, Touristikern und Technikexperten, denen insgesamt 720 Besucher lauschten. 75 Besucher traten dem ADFC bei. Als prominentesten Gast begrüßte der ADFC auf dem Talksofa die frischgebackene Kunstradweltmeisterin Antonia Bärk aus Bonn. Sie hatte im Herbst 2024 gemeinsam mit Henny Kirst aus Bonn die Weltmeisterschaft in der Zweier-Disziplin gewonnen. Sie brachte ihr Fahrrad und ihre Goldmedaille mit und gab bereitwillig Auskunft, wie sie es an die Weltspitze geschafft hat.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 00:08:00 +0200</pubDate>
                        <title>Stellungnahme der ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin zur Ortsdurchfahrt Niederpleis</title>
                        <link>https://sankt-augustin.adfc.de/pressemitteilung/stellungnahme-der-adfc-ortsgruppe-sankt-augustin-zur-ortsdurchfahrt-niederpleis</link>
                        <description>Stellungnahme der ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin zu Vorstellung der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Niederpleis bei einer Bürgerinformationsveranstaltung am 2. Juli 2024.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>ADFC</strong> ist die größte Interessenvertretung für Radfahrer*innen weltweit und hat mehr als 230.000 Mitglieder, davon knapp 8.000 beim ADFC Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg und ein paar hundert in der Ortsgruppe Sankt Augustin. Wir setzen uns für die Verkehrswende mit dem Fahrrad im Mittelpunkt und damit für mehr Klimaschutz, Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität ein. Wir wollen, dass überall gute Radwege gebaut werden, auf denen alle Menschen sicher und komfortabel Rad fahren können.</p>
<p>Bedauerlicherweise wurde in der <strong>Bürgerinformationsveranstaltung</strong> zur Umgestaltung der Hauptstraße in Niederpleis versäumt, die <strong>aktuellen rechtlichen Anforderungen</strong> an Straßen, Fuß- und Radwege darzulegen. Es wäre für das Verständnis der Bürger*innen sicherlich hilfreich gewesen, wenn ihnen die regulatorischen Rahmenbedingungen erläutert und nicht (scheinbar) einseitig die vorgesehenen Verbesserungen für Radfahrende vorgestellt worden wären.</p>
<p>Die von dem Mobilitätsausschuss präferierte Variante 4 würdigt die Interessen aller Verkehrsteilnehmer*innen am ehesten, nicht nur der Radfahrenden, sondern auch die der Fußgänger*innen und Kraftfahrzeugfahrenden. Die <strong>ADFC Ortsgruppe Sankt Augustin hätte sich jedoch gewünscht</strong>, dass auf beiden Seiten der Hauptstraße breite, von der Fahrbahn abtrennte Radwege vorgesehen worden wären, die allen Gruppen von Radfahrenden – insbesondere Kindern und Jugendlichen – ein sicheres und komfortables Radfahren ermöglicht hätte. Aber auch wir müssen die lokalen und rechtlichen Gegebenheiten hinnehmen und den Realitäten in die Augen schauen.</p>
<p>Auch bei den keineswegs optimalen Voraussetzungen für eine Umgestaltung der Hauptstraße, ist <strong>Radfahrenden ein adäquates Angebot mit Radverkehrseinrichtungen zur Nutzung des Fahrrades zu machen</strong>. Es kann und darf nicht sein, dass der Ortskern von Niederpleis für Radfahrende eine „no-drive-area“ ohne jedweden straßenverkehrsrechtlichen Schutz ist. Ein „Wegschieben“ der Radfahrenden aus dem Ortszentrum auf Nebenstrecken, wie die Bahnstraße, ist inakzeptabel. Es gibt Radpendler*innen, die die Hauptstraße nahezu täglich durchfahren, Bürger*innen, die für ihre Erledigungen bei Post, Rewe oder dem Frisör gerne das Fahrrad nutzen und radelnde Eltern, die ihre Kinder sicher in die Kita oder zur Schule bringen (möchten). All diese Menschen wollen die Hauptstraße in Niederpleis gemäß den aktuellen regulatorischen Schutzvorgaben mit dem Fahrrad nutzen können.</p>
<p>Der ADFC <strong>fordert</strong> die Stadtverwaltung Sankt Augustin auf, bei den noch durchzuführenden Feinjustierungen, wie bei der Gestaltung von Ladezonen, die berechtigten Interessen aller Verkehrsteilnehmer zu würdigen und zeitnah vorzunehmen. Und wir fordern die im Rat der Stadt Sankt Augustin vertretenen Fraktionen auf, die für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Niederpleis präferierte <strong>Variante 4 auf der nächsten Sitzung des Mobilitätsausschusses zu verabschieden</strong>, damit zeitnah mit den Umsetzungsmaßnahmen begonnen werden kann. Denn nur diese Variante führt zu einer notwendigen und weitestgehenden Verbesserung der Situation für Radfahrende. Es besteht die große Gefahr, dass wenn die Variante 4 nicht umgesetzt wird, es auf Jahrzehnte keine Verbesserung der Situation für Radfahrende gibt. Das wäre eine Bankrotterklärung für die Stadt Sankt Augustin.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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